juckplotz

Posts Tagged ‘Verkehr’

Verantwortung übernehmen durch Rücktritt ?

In Allgemein on 23. September 2015 at 19:20
VW Käfer

VW Käfer Foto: © J.Wagner

Die Vorgänge im Volkswagen Konzern haben den Ausschlag gegeben zu diesem Artikel. Wobei die Gedanken jetzt nicht ausschliesslich auf den aktuellen Anlass beschränkt sind.
Herr Winterkorn zieht die Konsequenz aus dem Skandal, übernimmt die volle Verantwortung, ohne dass er etwas von den Manipulationen gewusst hat – und tritt zurück.
Ich frage mich, ob ich volle Verantwortung für Vorgänge übernehmen kann, von denen ich keine Kenntnis hatte. Und ob dann ein Rücktritt wirklich „Verantwortung übernehmen“ heisst… Den Rest des Beitrags lesen »

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Autobahnmaut – Mit Vollgas an die Wand

In Allgemein on 20. Juni 2015 at 22:41

Die Thematik Autobahnmaut wird zunehmend zur „Unendlichen Geschichte“ in Deutschland. Nachdem vor einigen Jahren mit einem Millionenaufwand und einer Zeitverzögerung die Autobahnmaut für LKWs eingeführt wurde, diskutieren die deutschen Politiker, zusammen mit Boulevard- und anderer Presse und den Automobilclubs über die Autobahnmaut und die Entlastung der deutschen Autofahrer.
Vor ein paar Wochen hat dann CSU Verkehrsminister Alexander Dobrindt „seine“ Autobahnmaut bei unserem Bundespräsidenten unterschreiben lassen. Und jetzt? Jetzt fällt ihm ein, dass ja eventuell der Europäische Gerichtshof ein Verfahren einleiten könnte, weil die Deutschen gegenüber den anderen Europäern Vorteile bekommen könnten.

Dieses Argument muss für Herrn Dobrindt ja ganz neu sein, niemand hat die letzten Jahre über das Thema geredet.
Die Deutschen bringen es nicht zustande, eine vernünftige Maut mit einer Vignette oder einem „Pickerl“ für die Autobahnen zu erschaffen, die eben mal im ersten Jahr einen Hunderter kostet, aber auch nur wenig Druck- und Verwaltungskosten verursacht. Beispiele im Umland gibt es ja genug.

Nein, der deutsche Autofahrer muss entlastet werden….

Einfacher Vorschlag: Autobahnmaut für alle, keine Vergünstigungen für Deutsche. Vignette kaufen und fahren. Nächstes Jahr die Kfz Steuer nicht erhöhen und übernächstes auch nicht und keiner redet über Ungleichheit vor dem Europäischen Gesetz

Sehe ich das wieder zu einfach?

Wahrscheinlich

Verhalten gestört?

In Allgemein on 13. Oktober 2014 at 10:22
Bahnanzeige

Bild: Quelle unbekannt

Oktober 2014. Die Volksfeststimmung auf dem Cannstatter Wasen erreicht den Höhepunkt. Torschlusspanik, es sind nur noch wenige Stunden, dann ist wieder für ein Jahr Schluss, wenn man das Frühlingsfest etc. nicht mitzählt. Ausgelassenheit und Alkohol führen manchmal dazu, dass Menschen nicht mehr so funktionieren, wie es nötig ist, um ein reibungsloses Miteinander zu gewährleisten. Zum Beispiel in öffentlichen Verkehrsmitteln, zu denen auch die S-Bahnen und Nahverkehrszüge gehören. Ballons in den Oberleitungen, die für Störungen sorgen, mögen noch einem „Versehen“ zuzuordnen sein, die Dinger fliegen halt mal hoch, wenn man sie loslässt. Menschen, die quer über die Bahnhofsgleise latschen, oder sogar sich unter der stehenden S-Bahn durchrobben, um auf den Wasen zu kommen, kann man schwerlich unter „normaler Funktion des Denkapparates“ einordnen. Pöbelnde Wasenbesucher im Zug gehören auch nicht zum normalen Verhalten der Spezies Mensch – zumindest bis jetzt noch nicht.
„Verhaltensgestört“ wird in der Medizin eine Krankheit bezeichnet, in der Umgangssprache einfach ein Mensch, der – zumindest temporär – ein Verhalten an den Tag legt, welches nicht erklärbar ist.
Jetzt hat ein Bahnmitarbeiter, der entweder ob der vielen Störungsmeldungen genervt war, oder der eben einen Scherz in der Wasenzeit machen wollte, einen Satz in Lauftext der Bahnsteiginformation eingegeben, der auf der einen Seite für Empörung und auf der anderen Seite für Zustimmung bzw. Belustigung sorgt.
„Es ist mit überfüllten Zügen und verhaltensgestörten Personen zu rechnen“ stand auf den Anzeigen. Die Bahn hat sich schon entschuldigtund wahrscheinlich bekommt der Mitarebeiter zumindest eine „auf’s Dach“, wenn nicht Schlimmeres.
Was ist so schlimm an diesem Vorfall? Wer fühlte sich da angegriffen? Lasst doch die Kirche im Dorf und bauscht so eine Sache nicht unnötig auf.
Ich weiss, es werden jetzt wieder Kommentare kommen, dass es eine offizielle Information der Deutschen Bahn war und man da auch „korrekt“ sein müsse, etc.
Lasst uns einfach ein wenig lockerer sein, denn die Anzeige hat mit Sicherheit auf die Gesichter einiger Bahnreisenden in der Stuttgarter Gegend ein Lächeln gezaubert. Und das ist viel Wert.

Artikel der Stuttgarter Zeitung

Dünnschichtbelag und Kaltmischgut

In Allgemein on 10. Januar 2013 at 21:13

Haben Sie gewusst, dass bei beschädigtem Dünnschichtbelag momentan nur Kaltmischgut hilft?
Ich bis heute morgen auch nicht. Bis heute morgen habe ich mich über kaputte Strassen aufgeregt, nicht wissend, dass die Straße nicht kaputt ist, sondern eben nur der Dünnschichtbelag. Und der hält eigentlich nur sechs bis acht Jahre. Und dann muss ein anderer Dünnschichtbelag aufgebracht werden. Und wenn kein Geld da ist, oder das Geld noch nicht freigegeben ist, dann werden die Dünnschichtbelaglöcher mit Kaltmischgut aufgefüllt. Kostet auch was, hält nicht lange, muss aber nicht aus dem Haushalt des Landes beantragt werden.
Wir lernen: Kraftfahrzeugsteuern werden bargeldlos abgebucht, danach der Betrag dem Gesamthaushalt zugerechnet. Dort ruht der Betrag dann, während Frost und andere der Dünnschichtdecke nicht zuträgliche Witterungsverhältnisse Löcher in dieselbige fressen. Diese Löcher werden mit Kaltmischgut gestopft , während die Löcher in unserem Geldbeutel nicht gestopft werden können. Im Gegenteil, die Löcher im Geldbeutel werden grösser, da die mit Kaltmischgut gefüllten Dünnschichtbelagslöcher und natürlich auch die nicht gestopften Löcher die fahrbaren Untersätze stärker belasten als eine Dünnschichtdecke.
So was lernt man, wenn man in die Tageszeitung schaut.
Und ab morgen rege ich mich über kaputte Dünnschichtdecken auf…

Ich sehe was, doch du mich nicht

In Allgemein on 28. November 2011 at 16:52

Es ist wieder die „graue Jahreszeit“; Nebel und früh einsetzende Dämmerung sind die Begleiterscheinungen des Herbstes.
Und jetzt treten sie wieder in Erscheinung, die „Energiesparer der Strasse“, die „Ich-sehe-was-doch-du-mich-nicht“ Kollegen der Landstraße. Bevorzugt Lenker von dunklen oder silbergrauen Fahrzeugen verzichten gerne auf eine ausreichende Beleuchtung ihres Fahrzeuges. Sind es schon ältere Fahrzeuge, so ist die gesamte Beleuchtung auf Null, bei den neueren, die schon das genannte „Tagfahrlicht“ ihr eigen nennen, ist zumindest das Fahrzeug von vorne erkennbar, während bei einer Annäherung von hinten der Wagen weiterhin quasi „aus dem Nichts“ auftaucht.
Besonders auffallend ist es, dass anscheinend Autolenker, die durch die eingebaute Elektronik nicht mal mehr den Scheibenwischer bei einsetzendem Niederschlag mehr selbst bestätigen müssen, auch jegliches Gespür für Verkehrsituationen verloren haben, die eben noch nicht vom Bordcomputer erkannt und abgedeckt werden.
Oder ist die Grdankenlosigkeit, so lange das Licht ausgeschaltet zu lassen, bis man selbst nichts mehr sieht, ein weiteres Zeichen der „Erst-komm-ich-Zeit“?
Übrigens: Auch erstaunlich viele Fahrschulautos kommen mir unbeleuchtet entgegen…. Und nicht immer sitzt der Schüler am Steuer.

Mein Kind? – War da was?

In Allgemein on 9. August 2011 at 22:28
Verkehrszeichen

Mein Kind?

Es gab mal wieder Stau auf der Autobahn. Typisch Freitag nachmittag. „Meinetwegen“, dachte ich „dann ist eben Landstrasse angesagt“. Dank Navigationssystem habe ich mutig die nächste Ausfahrt genommen und bin in einer Gegend gelandet, in der ich – soweit dachte ich zumindest – noch nie in meinem Leben war.

Die Fahrt auf der Landstrasse verlief einigermaßen zügig, die Gegend war auch nicht übel, und viele Ortschaften wurden durch eine Umgehungsstrasse weiträumig vom Autoverkehr geschützt.

Doch die Strasse war noch nicht ganz modernisiert, und so liess es sich nicht vermeiden, dass ich hin und wieder durch kleine Ortschaften kam. Ortsschild, Zusatzschild „Radarkontrolle“, also alles ganz normal. Und dann plötzlich ein gelbes Schild mit der Aufschrift „Fahr vorsichtig – Es könnte auch dein Kind sein“. Mein Kind? Hier? Nein, meine Kinder sind ungefähr 200 Kilometer von hier entfernt…

Oder hat sie jemand hierher gebracht, ohne mein Wissen? Kann ich mir nicht vorstellen.

In Gedanken fuhr ich weiter – es war übrigens weit und breit kein Kind zu sehen, weder eines von „meinen“, noch ein anderes.

Nach ein paar Kilometern im nächsten Dorf nochmals so ein Schild. „Es könnte mein Kind sein?“ – Ich war doch noch nie hier, oder? Bis jetzt dachte ich immer, ich sei immer im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte gewesen, bei allem, was ich tat. Aber das Schild machte mich unsicher. Wenn hier mein Kind sein könnte, warum muss ich es durch ein Schild erfahren? Und wo hält sich mein mögliches Kind versteckt? Und wo ist die Mutter, die dieses Schild aufgestellt hat, auf der Suche nach dem Vater?

Es könnte mein Kind sein… Fahr vorsichtig, halte Ausschau, vielleicht sieht irgendein Kind dir ähnlich, vieleicht trifft dich ein fragender Kinderblick…

Aber auch in diesem Dorf – kein Kind. In Gedanken und ziemlich unsicher fuhr ich weiter und war froh, dass jetzt alle Strassen um die Dörfer führten, wo die Bewohner es für möglich halten, dass die Kinder von mir sein könnten.

 

Skandal: Automobilhersteller sparen an Blinkleuchten

In Allgemein on 30. Mai 2011 at 21:29

Ich wusste es ja schon immer: Irgendwo müssen die Automobilkonzerne sparen. Die Medien sind einerseits voll Lobes über neue elektronische Einrichtungen in den „Fahrzeugen von Morgen“, andererseits fällt mir im täglichen Strassenverkehr auf, dass vor allem in neuen und großen Fahrzeuge elementare Sicherheitseinrichtungen allem Anschein nach nicht mehr vorhanden sind. So fahren viele Autos mit dem neuartigen Tagfahrlicht bis tief in die Dämmerung, die Scheinwerfer vorne sind nur noch mit der Lichthupenfunktion ausgerüstet, die rückwärtigen Leuchten sind zwar mit neumodischen LEDs ausgerüstet, aber eben nur noch an die Bremse angeschlossen.
Dort, wo früher Nebellampen waren, leuchtet jetzt jeweils ein Licht rechts, wenn das Lenkrad nach rechts eingeschlagen wird, links, wenn man das Steuerrad nach links bewegt. Dafür wurden offensichtlich die Blinker (oder Fahrtrichtungsanzeiger) eingespart. Die armen Fahrer müssen jetzt ohne zu blinken ausscheren und abbiegen. Da der „Blinkhebel“ im Auto jedoch weiterhin vorhanden ist – genau so wie der Lichtschalter für das „normale“ Licht, wird dem Käufer und Fahrzeuglenker vorgegaukelt, daß alles in Ordnung sei.
Sogar an manchen Einsatzfahrzeugen der Polizei wird offensichtlich am Einbau funktionierender Fahrtrichtungsanzeiger gespart…

Wenn jetzt die neueste Errungenschaft der Notstopp ist, der einsetzt, wenn das vorausfahrende Auto abrupt abbremst, dann sehe ich schon, dass bald die Bremsleuchten auch noch eingespart werden.

Oder sollte ich mich irren, und es sind doch die Fahrzeuglenker, die einfach zu bequem sind, das Licht einzuschalten und den Blinker zu betätigen?