juckplotz

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Stummfilm

In Allgemein on 19. November 2013 at 22:51

Vor vielen Jahrzehnten, oder ist es schon Jahrhunderte her, wurde der Film revolutioniert. Zu den Bildern, die damals erst rannten, bevor sie liefen, wurde der Ton zugefügt. Dies bedeutete für die vielen Klavierspieler in den Lichtspieltheatern zwar das Aus, der Film gewann aber an Qualität. Endlich konnte man hören, was sich die Liebenden zu sagen hatten, was die letzten Worte  des zu Tode verurteilten Verbrechers waren.
Heute können wir uns Filme ohne Ton nicht mehr vorstellen; nicht nur das gesprochene, geflüsterte, geschrieene Wort, Nein auch das Knattern von Motorrädern  und Maschinengewehren, das Kreischen von Reifen, Motoren und Frauen gehört dazu.
Ich habe schon einige Male in den letzten Jahren einfach mal den Ton abgeschaltet und einen Film, auch wenn ich ihn noch nicht kannte, ohne Ton angesehen.
Irgendwelche Filme wie „Stirb langsam 17“, oder „Der Aufstand der Sushirollen“ sind absolut ohne Ton zu verstehen. Also im Sinne von kapieren, meine ich.
Da braucht es auch keine guten Mimen als Schauspieler, nur möglichst viel Material und Soldaten.
Filme wie „Frida“ oder „Moulin Rouge“ sind da viel schwieriger zu verstehen, aber da faszinieren Bilder und Lichtführung. Meiner Meinung kommen diese Dinge nochmals ganz anders an, als wenn man sich auf die Dialoge konzentriert.
Am Besten gefallen mir die alten Schwarz/Weiss Krimis. Die Handlung ist auch ohne Ton zu erfassen und der Film bleibt spannend. Da waren echte Regisseure und Kameraleute im Einsatz.

Vielleicht eine verrückte Marotte von mir, Filme ohne Ton anzusehen. Aber vielleicht lohnt es sich, es einfach mal auszuprobieren.

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40Jahre Sesamstrasse in Deutschland

In Allgemein on 8. Januar 2013 at 22:03

„Der die das, wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm“
Diesen Satz aus dem Sesamstrasse-Lied werde ich bestimmt nie vergessen, genau so wenig, wie Ernie und Bert, das Krümelmonster, Bibo, Graf Zahl und Samson und die ganze Mannschaft.
Heute ist „Sesamstrasse“ seit 40 Jahren in den deutschen Fernsehgeräten zu Hause, nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar in Bayern, die „Sesamstrasse“ zu Beginn nicht ausstrahlte, weil sie zu „amerikanisch“ war und die sozialen Verhältnisse in Deutschland nicht richtig widergespiegelt hat.
Nachdem am Anfang die amerikanischen Sendungen mit deutschen Rahmenhandlungen versehen wurden, kam bald darauf die in Deutschland hergestellte Sesamstrasse, in der dann auch die deutschen Schauspieler mit den Puppen von Jim Henson auftraten.
Anzumerken ist, dass die Weigerung des Bayerischen Fernsehens, die „Sesamstrasse“ zu zeigen, dazu geführt hat, dass als Alternativprogramm „das feuerrote Spielmobil“ produziert werden musste.
Die Sesamstrasse war immer wieder in der Diskussion der damaligen Eltern und Pädagogen, da die Sendung einfach anders war, die Figuren frecher und lauter. So musste zum Beispiel „Oscar“ (the Crouch) 1976 ersetzt werden, da er „unter dem Verdacht stand“, den Kindern falsche Werte zu vermitteln. So sang er zum Beispiel in einem Lied „Ich mag Müll. Alles, was schmutzig ist, stinkig und dreckig. Ja, ich mag Müll!“ – Er lebte ja auch in einer Mülltonne.

All dies kann man heute sich gar nicht mehr vorstellen, wenn man sich die Sesamstrasse nochmals anschaut. Eine neue Staffel läuft seit einiger Zeit wieder im „KiKa“ nach vier Jahren Pause.

Mir bleibt nur zu sagen: „Happy Birthday, Sesamestreet – Herzlichen Glückwunsch, Sesamstrasse“

Ernest Borgnine gestorben

In Allgemein on 9. Juli 2012 at 21:47
Ernest Borgnine by Kadath on Flickr

Ernest Borgnine (by Kadath on Flickr)

Heute ist einer der „Charakterköpfe“ der Spielfilmära gestorben.
Ernest Borgnine, der im Jahre 1917 als Ermes Effron Borgnino in Hamden im US Bundesstaat Connecticut geboren wurde, ist heute im Alter von 95 Jahren in Kalifornien an Nierenversagen gestorben.

Borgnine, von dem ich lange Jahre nicht einmal wusste, wie der Schauspieler wirklich heisst, war für mich in seinen Filmrollen immer einer der interessantesten Charakteren des jeweiligen Filmes. Obwohl er meist in Nebenrollen glänzte, blieb er mir bei vielen Filmen mehr in Erinnerung als mancher Hauptdarsteller

Mehr als sechs Jahrzehnte währte die schauspielerische Karriere Ernest Borgnines. Er war bereits in den 1950er Jahren in vielen Filmen zu sehen; aus dem Jahr 1955 stammt zum Beispiel der Film „Marty“, für den er den Academy Award bekam.
In der Action Serie „Airwolf“ der 1980er Jahre spielte er den „Dominic Santini“.

Mir ist er lebendig in Erinnerung geblieben aus dem Spielfilm „Convoy“ mit Kris Kristofferson und Ali Mac Graw. In vielen weiteren Filmen ist Ernest Borgnine nicht wegzudenken, sei es in „Emergency Room“, „Der Flug des Phoenix“ oder „Die Klapperschlange“.
Im Alter von 92 Jahren hatte Borgnine seine dritte Emmy Nominierung für „ER“ oder „Emergency Room“.
Und im Jahre 2010 stand er noch als Archivar in „R.E.D.-Älter, Härter, Besser“.

Ich werde ihn vermissen – und mich jedes Mal freuen, wenn ich ihn in einem seiner Filme wieder sehen werde.

Weitere interessante Informationen über Ernest Borgnine in Wikipedia

Spinnen wir jetzt alle?

In Allgemein on 16. März 2011 at 11:15

Die Katastrophen in Japan schockieren uns. Wir sehen die Verwüstungen, die das Beben in Verbindung mit dem Tsunami verursacht hat. Wir hören, dass es immer mehr Tote gibt, dass die Verkehrswege nicht frei sind, dass Wasser und Nahrungsmittel knapp werden. Und dann hören wir davon immer weniger, dafür immer mehr über die nukleare Katastrophe, die sich anbahnt in einem Land, welches sehr dicht besiedelt ist.
Und dann passiert das, was mich wütend macht: Die Geschehnisse in Japan werden dazu benutzt, um in Deutschland Wahlkampf zu machen…
Ich begrüsse es, wenn die Verantwortlichen ihre Entscheidungen zur Atomkraft in Deutschland angesichts der Vorfälle in Japan überdenken, denn eine gefällte Entscheidung muss ja nicht nach dem Motto „ich habe eine vorgefasste Meinung und lasse mich durch läppische Tatsachen nicht davon abbringen“ für immer stehen.
Jetzt werden AKWs vom Netz genommen, und schon wieder wird dies von den Deutschen als „Masche“ abgetan, damit die Wählerstimmen gesichert seien.
Wahlkampfduelle im TV, für mich sowieso eine amerikanisierte Form der „Information“, die im Grunde keine ist, sondern ein gegenseitiges „Abwatschen“ der Spitzenkandidaten, nehmen jetzt das Thema Japan mit ins Portfolio.
Was hat Japan mit unseren Landtagswahlen zu tun? Und was sollen die Politiker bitte jetzt machen? Die Entscheidungen zur Atomkraft überdenken oder nicht?
Meiner Meinung nach müssen wir zuerst unseren Mitmenschen in Japan helfen – die EU hat ja eine entsprechende Anfrage erhalten. Und da können wir alle solidarisch sein und müssen nicht unser Parteibuch oder unsere Einstellung publicityträchtig vermarkten.
Dann sollten die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft aus den Vorfällen in Japan lernen und Konsequenzen einleiten.

Aber vor Allem: In Japan ist eine Katastrophe in vollem Gange und wir sollten unsere Energie darauf verwenden, in der Weltgemeinschaft aktiv tätig zu werden, um dort so viel zu helfen, wie wir können.

Mehr als fünfzig Tage nonstop Fernsehen

In Allgemein on 4. Januar 2011 at 20:44

Die Statistiker haben wieder zugeschlagen: Im Durchschnitt haben wir Bundesbürger pro Tag 223 Minuten in den Fernseher geschaut (schade, früher hiess es: In die Röhre geschaut, aber das ist bei LCD / Plasma TV nicht mehr „in“).

Das bedeutet, dass wir mehr als fünfzig Tage im Jahr uns „vor der Glotze“ räkeln. Also mehr, als wir Urlaub haben.

Wahnsinn, oder?

Und: Wenn ich am Tag ca 30 Minuten fernsehe, dann muss ja jemand anderes 416 Minuten pro Tag fernsehen…