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Posts Tagged ‘Trauer’

„Ich habe in zwei Diktaturen gelebt…“

In Allgemein on 30. September 2015 at 20:00

„… die erste habe ich gemocht und erst später gemerkt, dass das ein Schweineregime war. Die zweite habe ich von Anfang an gehasst.“

Das sagte Hellmuth Karasek  in der Deutschen Welle am 3. Januar 2014.
Gestern ist Hellmuth Karasek gestorben. Schriftsteller, Literaturkritiker und Mitglied des „Literarischen Quartetts“. Die Wiederauflage dieser Sendereihe kann Karasek nicht mehr mitbekommen. Sie startet am 2. Oktober wieder im ZDF.

Wie immer verweise ich auch andere Artikel im „Web“, welche Karaseks Werdegang weit besser beschreiben, als ich es kann. So sein hier der Einfachheit halber der Wikipedia Artikel genannt.

Es ist irgendwie erstaunlich, dass man erst nach dem Tod eines Künstlers wieder mehr auf ihn aufmerksam wird. Das passiert mir regelmässig, wenn Sänger, Schauspieler, oder wie jetzt, Schriftsteller sterben.

Ich habe das Buch „Soll das ein Witz  sein“ von Karasek „angelesen“. Ich werde es nochmals mir vornehmen und es zu Ende lesen.

„Wer sich erinnert, erfindet sich noch einmal“, beginnt Karasek seine Memoiren in „Auf der Flucht“.

In diesem Buch beschreibt er seine Kindheit in Brünn (Brno), auch seine Flucht in den Osten Deutschlands und von da dann in die Bundesrepublik.
Ich denke, ich werde mir dieses Buch auch noch zulegen.

Walter Seidensticker gestorben

In Allgemein on 13. April 2015 at 13:33

Am Montag, den 6. April 2015, ist Walter Seidensticker im Alter von 85 Jahren gestorben. Walter Seidensticker war nicht nur ein leidenschaftlicher Unternehmer, der den Ausspruch seines Vaters, Walter Seidensticker sen. „Alles, was ich anfasste, wurde zu Hemden“ aus tiefster Überzeugung weitertrug, sondern er engagierte sich auch in zahlreichen kulturellen und ehrenamtlichen Projekten. Auch pflegte er fast ein halbes Jahrhundert lang Mitgliedschaften in Landes- und Fachverbänden der Bekleidungsindustrie. Den Rest des Beitrags lesen »

Zum Tode von Joe Cocker

In Allgemein on 22. Dezember 2014 at 21:29

Heute Abend habe ich im Radio vom Tode Joe Cockers gehört.  Im Gegensatz zum Tod von Udo Jürgens hat mich diese Nachricht geschockt und traurig gemacht.  Joe Cocker hat mich seit meiner Jugend begleitet. Udo Jürgens war immer für mich der Schlagersänger,  wenn auch mit ein wenig anspruchsvolleren Texten als die Masse der deutschsprachigen Schlagersänger.

Joe Cocker war Woodstock, Freiheit, eben Feeling. Mitte der 1970er Jahre bannte ich ihn vom Radio auf Compact Cassette, danach hatte ich ein wenig mehr Geld und konnte mir schon die eine oder andere CD leisten.  Und heute ist Joe Cocker neben den anderen Grossen wie Eric Clapton, Tina Turner etc. auf meinemMP 3 Player.

Ein Trost ist es, dass seine Interpretationen der Lieder dank der Technik für uns weiter bleiben, Joe Cocker in den Liedern weiter lebt. Ich werde weiterhin die Augen schliessen w0enn „You can leave your hat on“ läuft und bei „You are so beautiful“ seine Stimme geniessen. Die nächste Zeit mit dem Kloß der Traurigkeit im Hals.

Danke, Joe Cocker, für deine Songs, für deine Stimme.

Weitere Infos über Joe Cocker:

http://de.wikipedia.org/wiki/Joe_Cocker

 

 

 

Lord Richard Attenborough gestorben

In Allgemein on 25. August 2014 at 16:42

Der Schauspieler und Regisseur Lord Richard Attenborough ist im Alter von 90 Jahren gestorben.
Der Guardian beschreibt sein Schaffen und Werden in eindrucksvollen Worten, so dass ich dies nicht einfach duplizieren möchte. Warum ich diesem Mann posthum hier ein paar Zeilen widme ist die Tatsache, dass Richard Attenborogh immer ein bescheidener Mann geblieben ist, trotz seiner Erfolge als Schauspieler und Regisseur. Er hatte es nicht nötig, mit „Regenbogen-Schlagzeilen“ auf sich aufmerksam zu machen, sondern hielt sich immer im Hintergrund.
„Ich bin kein grosser Regisseur, ich bin nur ein guter Regisseur“ hat er einmal gesagt.

Dieser Mann hat Regie geführt bei so bekannten Filmen wie „Die Brücke von Arnheim“, „A Chorus Line“ oder „Ghandi“
Er war als Schauspieler bei den „Jurassic Park“ Filmen aktiv, aber auch bei „Hamlet“, „Doktor Dollittle“, „Elisabeth“ oder „Das Kanonenboot am Yangtse-Kiang“, „Der Flug des Phoenix“. Diese kurze Filmauswahl soll als Beweis seiner Flexibilität genügen.

Neben seinem Beruf als Regisseur und Schauspieler, oder sollte ich lieber Berufung sagen, war Richard Attenborough als Stimme für die Schwachen und Benachteiligten der Welt bekannt. Neben dem Martin-Luther-King Friedenspreis erhielt er zahlreiche Ehrentitel für sein soziales Engagement. So war er UNICEF Ehrenbotschafter und seit 1967 Commander of the Order of the British Empire. Nachdem er 1976 zum Ritter geschlagen wurde (Sir Richard Attenborough), wurde er 1993 zu seinem siebzigsten Geburtstag zum Lord Attenborough of Richmond upon Thames ernannt. Somit hatte er als Labour Mitglied einen Sitz im House of Lords.

Mit dem Tod Lord Richard Attenboroughs verlässt wieder ein Mensch die Bühne des Lebens, von denen es gerne mehr geben könnte.

Robin Williams – Mein persönlicher Nachruf

In Allgemein on 25. August 2014 at 09:45

Am 11. August diesen Jahres ist Robin Williams gestorben. Alles Interessante über sein Leben, seine Filme und andere Werke kann man im Netz nachlesen. Zum Beispiel bei Wikipedia

Jeden Tag sterben Menschen, jeden Tag gibt es in den Nachrichten Meldungen darüber. Wir hören es, denken eventuell „Schade“, oder „Kannte ich den“, wobei „Kennen“ relativ ist. Wer kennt schon einen Künstler, den er nur im Fernsehen, bei seinen Auftritten oder aus Artikeln in der (Regenbogen)Presse „kennt“.

Robin Williams war und ist für mich einer meiner Lieblingsschauspieler. Dieses „er lebt weiter in seinen Filmen“ stimmt in diesem Fall. Er hat den Filmen seinen Charakter gegeben und es hat immer Freude gemacht, ihn agieren zu sehen.

Sehr nachdenklich und traurig hat mich gemacht, dass ein Mensch, der so viel anderen Menschen bringt und auch bedeutet, doch mit seinen Sorgen und Problemen alleine ist und den Ausweg dann nur im Suizid sieht.

Und wütend hat mich gemacht, dass es dann wieder Leute gibt, die darüber urteilen wollen, warum und weshalb, und ob Suizid überhaupt eine Lösung sei.

Keiner dieser Leute weiss die näheren Beweggründe, aber es wird diskutiert.

Ich will nicht diskutieren, ich bin traurig, dass ein Mensch den Freitod wählt, weil er keine andere Lösung sieht. Und dabei ist es egal, ob dieser Mensch berühmt ist und wir davon dann erfahren, oder ob er unbeachtet von der Öffentlichkeit diesen Schritt wählt.

Der Tod von Robin Williams hat mir wieder mal vor Augen geführt, dass Glanz und Ruhm, dass das Leben nach aussen, meist nicht das widerspiegelt, was den Menschen innerlich umteribt und beschäftigt.

Robin Williams wird für mich immer ein begnadeter Schauspieler bleiben; zusätzlich hat er mich durch seinen Freitod auch wieder sehr nachdenklich gemacht.

Danke, Robin Williams.

Trauer

In Allgemein on 27. November 2012 at 19:11

Eigentlich sollte hier ein Artikel zum Tod des Schauspielers Larry Hagman entstehen. Aber dann überschlugen sich in meinem Kopf mehr oder weniger die traurigen Ereignisse. Schon wieder ein Feuer in einer Textilfabrik in Bangladesh. Obwohl weit weg, bin ich doch betroffen.
Und dann: Das Grossfeuer in Titisee-Neustadt in der Caritas Werkstatt.
Immer wieder die Meldungen über Tod, Sterben und Leid.

Wie nehmen wir die Meldungen auf, sind wir gleichgültig, weil wir die Menschen nicht kennen? Oder projizieren wir es auf unser Leben, auf unser Umfeld? Schützen wir uns mit der Meinung, dass Katastrophen wie in Bangladesh in Deutschland nicht passieren können? Und sind dann um so schockierter, wenn wir Meldungen wie die über den Brand im Schwarzwald hören?

Sind wir beruhigter, wenn wir erfahren, was die Ursache war, die zum Tod von Menschen führte?

Viele Fragen, die sich bei mir gerade im Kopf bewegen, nicht nur, weil vergangenen Sonntag der Toten- oder Ewigkeitssonntag war. Ich hoffe auch, dass es nicht nur am Herbstwetter liegt, der diese Gedanken vielleicht mehr an die Oberfläche kommen lässt als ein warmer Frühlingstag.

Und irgendwie bin ich froh, dass ich mir die Zeit nehmen kann, über Trauer nachzudenken. Über ein Thema, welches jetzt gerade auch die Medien entdeckt haben, und das doch so individuell ist, dass man es nicht in einen Rahmen pressen kann.

Hollywood Diva Elizabeth Taylor ist tot

In Allgemein on 23. März 2011 at 19:44
The American actress Elizabeth Taylor to American Film Festival of Deauville (Normandy, France) in September 1985

Elizabeth Taylor, September 1985 (Photo: Roland Godefroy)

Heute ist Elizabeth Taylor mit 79 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an Herzinsuffizienz gestorben.
Die 79-jährige litt bereit seit einiger Zeit an Herzbeschwerden und wurde vor einem Monat in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert.

Neben Filmen wie „Die Katze auf dem heissen Blechdach“ (1958) oder „Cleopatra“ (1963) wurde sie auch bekannt durch ihren „Verbrauch“ an Ehemännern. „Ich habe nur mit Männern geschlafen, mit denen ich auch verheiratet war“, hat Liz Taylor einmal gesagt, „welche Frau kann das schon von sich behaupten?“

Sie galt einst als „die schönste Frau der Welt“. Mit ihrer Schönheit verschlägt sie Hollywood schon in den 1940er Jahren die Sprache. Bereits 1942 wurde sie von MGM als Kinderdarstellerin unter Vertrag genommen.

Elizabeth Taylor wurde in London geboren, hatte acht Mal geheiratet, ihren Schauspielerkollegen Richard Burton gleich zwei Mal. Mit ihm stand sie auch zusammen vor der Kamera – zum Beispiel in „Der Widerspenstigen Zähmung“ 1967.

Sie spielte mit allen großen Stars Hollywoods zusammen, Montgomery Clift, Katherine Hepburn oder Paul Newman. Oder mit James Dean und Rock Hudson in  „Giganten“ von 1956 .
Ihre letzte Rolle zeigte sie von ihrer komischen Seite.  Sie spielte die böse Schwiegermutter von Fred in „Flinstones – die Familie Feuerstein“.

Mit Rock Hudson verband sie eine enge Freundschaft. Als er 1985 an Aids stirbt, widmet sich Liz Taylor der  Aids-Aufklärung, für die sie 1993 einen Ehrenoscar erhält.
Königin Elizabeth II erhebt sie in den Adelsstand erhoben.

Weiterführende Links (Extern): Bildergalerie

Sendungen mit Elizabeth Taylor

Wikipedia