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Hilflos – Traurig – Wütend – Aufrecht

In Allgemein on 24. Mai 2017 at 16:35

Im Angesicht der Gräueltat in Manchester, stehe ich wieder da – hilflos und traurig, aber auch wütend. Ich stehe so da, wie damals bei den Anschlägen in Paris, Nizza, London, Berlin… – und in Afghanistan, Syrien, Thailand, Afrika…

Ich stehe da, fühle Trauer. Trauer, weil Menschen einfach so ermordet wurden. Menschen, die der Mörder nicht kannte, Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Trauer, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun können.

Ich stehe da und bin wütend. Wütend über die, die schon wieder alles besser wissen. Über die, die (vielleicht zu Recht?) beklagen, dass das alles nur auf die kapitalistische Ausrichtung unserer westlichen Welt zurückzuführen ist. Über die, die wieder in den ewig gleichen Sätzen ihr Mitgefühl ausdrücken, aber im nächsten Moment sich wieder von den politischen Mächten missbrauchen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

Mit zunehmender Nähe wächst die Betroffenheit

In Allgemein on 16. November 2015 at 14:02

Um gleich vorab etwas klar zu stellen:
Die Anschläge in Paris am Freitagabend verurteile ich aufs Schärfste und ich bin auch schockiert und sehr betroffen.
Nicht ohne Grund hat es bis heute gedauert, bis ich mich in meinem Blog zu Wort melde.

Aber:
Ich bin nicht Paris, und ich werde auch mein Facebook Profilbild nicht mit der französischen Flagge ausstatten.
Ich werde den Eifelturm nicht in ein Friedenszeichen umwandeln.
Und trotzdem bin ich traurig. Ich trauere. Über den Verlust von Menschen, den Verlust von Menschlichkeit.
Ich trauere, dass im Namen einer Religion Leid über Menschen kommt, dass unter dem Deckmantel des Glaubens sogenannte „Ungläubige“ hingerichtet werden.

Paris hat den Terror des „Islamischen Staates“ uns Europäern nahe gebracht, das Entsetzen, den Tod, die Machtlosigkeit.
Genau der Terror, vor dem die Menschen aus Syrien und anderen Staaten fliehen, ist jetzt in der Stadt der Liebe angekommen.
Es hätte jede andere Stadt sein können. Den Rest des Beitrags lesen »

10 Jahre nach „Nine-Eleven“

In Allgemein on 10. September 2011 at 08:55
Aufkleber an der Seitentür eines Feuerwehrautos in New York 2011 zum Gedenken an die Gestorbenen bei 9-11

Auch bei den nachfolgenden Rettungsaktionen sind Menschen gestorben. Aufkleber an einem Feuerwehrauto NewYork 2011

Die Medien sind seit Wochen voll von Berichten und Artikeln über die Ereignisse, die die Welt am 9. September 2001 erschütterten. Geschäftstüchtige Unternehmen und Unternehmer haben längst das Potential erkannt, wie man aus diesem Schrecken auch Geld machen kann. Sei es durch Sonderausgaben von Magazinen, Erneuerung der „Verschwörungstheorien“ aller Art, oder eben durch einen abendfüllenden Film, der auf den wenigen Tatsachen und den vielen Vermutungen aufbaut, was damals wirklich passiert ist.

„Ein Tag, der die Welt veränderte“; diesen Satz hört man jedes Jahr um den neunten September von Neuem. Und er stimmt. Nachdem der erste Schock vorbei war, haben die USA nicht nur ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht, ihre Gesetze geändert, sondern auch andere Länder haben „Anti-Terror-Maßnahmen“ ergriffen.  Seit „9-11“ versuchen die USA, unter dem Deckmantel der Terrorismusabwehr allen Ländern vorzuschreiben, was unter „Datenschutz“ und „Freiheit“ zu verstehen ist. Die USA verpflichten alle US-amerikanischen Firmen, weltweit die für die USA geltenden Gesetze einzuhalten und auf ihre Kunden anzuwenden.

So schrecklich 9-11 war (und noch ist):  Niemals darf der „Angriff auf die Freiheit“, wie die Anschläge auch betitelt werden, dazu führen, die Freiheit des Einzelnen einzuschränken.

Meine Gedanken sind bei den Menschen, die Angehörige verloren haben, sei es unmittelbar durch die Anschläge oder durch die nachfolgenden Rettungsaktionen. Diese Menschen müssen weiterhin sicher sein, dass der Tod ihrer Angehörigen nicht  als Argument missbraucht wird, die schützenswerte Freiheit des Menschen überzogen einzudämmen.

Und ich wünsche mir, dass wir immer sagen können, dass solche „Angriffe auf die Freiheit“ uns nicht in unserem Streben nach mehr Menschlichkeit, mehr Demokratie und somit mehr Freiheit beeinflussen.