juckplotz

Posts Tagged ‘Sommer’

Schmetterling-Papillon-Butterfly

In Allgemein on 12. August 2015 at 22:31

Schmetterling Da sitzt er, der Schmetterling. Komisches Wort für ein Tier, das doch relativ lautlos durch die Gegend fliegt. Die Flügel mit Abermillionen von Schuppen bedeckt, eher Blütenstaub als Schuppen. Grazil, zerbrechlich, sanft. Und dann heißt sowas im Deutschen „Schmetterling“. Am Wochenende habe ich die örtliche Blasmusikkapelle über mehrere hundert Meter Entfernung gehört, als sie ihre Märsche „schmetterten“.
Wer kam auf die Idee, dieses Tier „Schmetterling“ zu nennen? „Schweberling“ oder so, wäre doch auch gegangen. Wobei auch das „ling“ noch sehr hart klingt. Da ist irgendwie das Englische „Butterfly“ schon besser, schöner. Wobei mir der Satz „Wirf mir mal die Butter rüber“ (oder im Schwäbischen „Schmeiss mr mol dr Butter rom“) in den Sinn kommt und das ganze „Butterfliegen“ doch dann wieder ganz nett Gewicht bekommt. Und ein „Butterling“ oder ne „Schmetterfly“ ist ja nicht unbedingt schwer.
„Papillon“, das klingt irgendwie leicht, unbeschwert.
Na also, haben es die Franzosen wieder richtig gemacht.

Falls noch jemand Esperanto kennt, die geplante europäische Einheitssprache; da heisst unser Tierchen „Papilio“

 

Zur Auswahl stehen auch noch vlinder (Afrikaans), flutur (Albanisch) ,Prajāpati (Bengalisch), sommerfugl (das ist nicht Bayerisch, das ist Dänisch), Alibangbang (Cebuano), Liblikas (Estnisch. nicht zu verwechseln mit dem Bayerischen „Leberkas“),petaloúda (Griechisch)
Auf Haiti heisst er Papiyon und auf Italienisch farfalla (aha, deshalb die Farfalle…)

Weitere Namen einfach bei Google suchen
http://bit.ly/1ILtKEM

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Hitzeschreiben

In Allgemein on 4. Juli 2015 at 10:22

Summer FunEr schlägt zu, der Sommer. Er rächt sich bei all denen, die beim „offiziellen“ Sommeranfanfang schon vorausgesagt haben, dass es dieses Jahr keinen Sommer geben wird. Ok, ein paar Schweißperlen und aufgeplatzte Autobahnen machen noch nicht wirklich einen Sommer. Und ein paar verbrannte Fußsohlen, die sich ein Mopedfahrer zugezogen hat, weil er die beim Bremsen(!) – die eigentlichen Bremsen am Motorrad funktionierten nicht – verlorenen Flip Flops barfuß vom Straßenasphalt einsammeln wollte, sind wahrscheinlich eher ein Indiz menschlicher Unzulänglichkeit als ein sicheres Zeichen für einen langanhaltenden Sommer; wobei eben diesr Mopedfahrer bestimmt längere Erinnerung an diese heißen Tage hat als manch anderer von uns.
Die Arbeitswoche hat für den Großteil der Bevölkerung ein Ende und Wochenende ist angesagt. Die Temperaturen können durchaus ausgehalten werden. Die Hardcores unter uns werden irgendwo draussen im Standby rumliegen, andere endlich den Keller aufräumen. Jeder genießt auf andere Art. Manche sind froh, dass sie statt auf das kalte Mistwetter endlich mal auf die irre Hitze schimpfen können,  da ein monosubjektives Schimpfen langsam auch langweilig wird. Wir können auch über die Bahn schimpfen, daß die Klimaanlagen schon wieder nicht fu ktionieren. Wir können die Bahn aber auch in Schutz nehmen, weil es ja geheißen hat, es werde dieses Jahr nicht warm. Genau so verhält es sich ja auch mit unseren Straßen.  Sollen sie jetzt gegen Frost oder Hitze resistent sein?
Im Prinzip ist Hitze gleichbedeutend mit Kälte.  Und deshalb ist diese Woche auch ein Regionalzug der Deutschen Bahn ausgefallen.  Auf den elektronischen Hinweistafeln stand: „Fällt aus wegen Eis und Schnee“
Schönes Wochenende wünsche ich.

Das Cabrio

In Allgemein on 22. Juni 2012 at 15:24

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mir wünschte, ein Cabrio zu besitzen. Und diese Tage wiederholen sich seit ungefähr 34 Jahren. Und immer wieder gibt es andere Gründe, eben kein solches Teil sich zuzulegen.
Waren es vor 34 Jahren mangelnde Kapitalreserven oder ungenügende Bemühungen, meine Lateinnote auf die magische Höchsstufe zu bringen – meine Eltern hatten mir damals einen „Triumph Spitfire“ versprochen, wenn ich in der Endnote eine „Eins“ in Latein haben würde (konnten sie ja auch ohne Problem, bei meinen Leistungen hätte ich es nicht mal zu einer Radabdeckung gebracht), sind es heute eher „Vernunftskriterien“ wie „kein Platz“, „zu teuer“, „zu alt“ (das gilt dann für mich, nicht fürs Auto).

Ok, dann ist wieder eine Zeit Ruhe, aber an Tagen wie heute, an denen ich mich in meine „Konservendose“ setze, in welcher die grösste Frischluftfreiheit in heruntergedrehten Scheiben besteht, überkommt es mich wieder.

Mal sehen, ob ich es doch irgendwann noch mache. Und dann gehöre ich zu denen, die ich vor dreissig Jahren angeschaut habe und dachte: „Steinalt, aber Cabrio fahren, das reisst auch nichts mehr raus“

Wäre mir aber jetzt total egal, was die Anderen denken