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Robert Allen Zimmerman bekommt den Literaturnobelpreis 2016

In Allgemein on 13. Oktober 2016 at 21:01

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Civil Rights March on Washington, D.C. Entertainment: closeup view of vocalists Joan Baez and Bob Dylan, 08/28/1963 Source: [http://www.archives.gov NARA] – ARC Identifier: 542021 {{PD-USGov}}

Kennen Sie Robert Allen Zimmerman? Sicher kennen Sie ihn. Nur eben als Bob Dylan. Und dieser hat heute den Nobelpreis für Literatur erhalten. Was, ein Sänger und Liedtextschreiber, sorry entschuldigung, ein „Songwriter“ bekommt einen Literaturnobelpreis? Ja jetzt aber. Teile der heiligen schreibende Zunft, wahrscheinlich vertreten durch solche, die noch nie versucht haben einen Liedtext zu schreiben, empört sich darüber, dass der Nobelpreis an einen Sänger verliehen wurde. Apropos verliehen: Ich hab noch nie gesehen, wie sie ihn zurück gegeben haben.

Liebe „Juckplotz“ Verfolgerinnen und Verfolger, liebe Literaturbloggerinnen und -blogger, wie ist Ihre Meinung? Sollen die Musicpeople jetzt auch noch die Literaturpreise absahnen, oder sollen sie gefälligst in ihrem Bereich bleiben?

Sind Texte wie „Blowing in the Wind“ nicht Literatur ? Den Rest des Beitrags lesen »

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„Ich habe in zwei Diktaturen gelebt…“

In Allgemein on 30. September 2015 at 20:00

„… die erste habe ich gemocht und erst später gemerkt, dass das ein Schweineregime war. Die zweite habe ich von Anfang an gehasst.“

Das sagte Hellmuth Karasek  in der Deutschen Welle am 3. Januar 2014.
Gestern ist Hellmuth Karasek gestorben. Schriftsteller, Literaturkritiker und Mitglied des „Literarischen Quartetts“. Die Wiederauflage dieser Sendereihe kann Karasek nicht mehr mitbekommen. Sie startet am 2. Oktober wieder im ZDF.

Wie immer verweise ich auch andere Artikel im „Web“, welche Karaseks Werdegang weit besser beschreiben, als ich es kann. So sein hier der Einfachheit halber der Wikipedia Artikel genannt.

Es ist irgendwie erstaunlich, dass man erst nach dem Tod eines Künstlers wieder mehr auf ihn aufmerksam wird. Das passiert mir regelmässig, wenn Sänger, Schauspieler, oder wie jetzt, Schriftsteller sterben.

Ich habe das Buch „Soll das ein Witz  sein“ von Karasek „angelesen“. Ich werde es nochmals mir vornehmen und es zu Ende lesen.

„Wer sich erinnert, erfindet sich noch einmal“, beginnt Karasek seine Memoiren in „Auf der Flucht“.

In diesem Buch beschreibt er seine Kindheit in Brünn (Brno), auch seine Flucht in den Osten Deutschlands und von da dann in die Bundesrepublik.
Ich denke, ich werde mir dieses Buch auch noch zulegen.

Die Geschichte, die ich mir erzähle

In Allgemein on 18. Juni 2015 at 19:31

Einfach mal eine schöne Geschichte

erLesen von Sandy Seeber

Foto: Sandy Seeber, 2009 Foto: Sandy Seeber, 2009

Nach einer rauen Nacht lag ein kleiner Stein an einem Strand. Seine Oberfläche  an der einen Seite vom Meer glatt gewaschen schimmerte in einem fahlen Grau, während seine andere Seite gebrochen und kantig von den erlebten Abenteuern erzählte. Obwohl er sich in der Halde, in der gestrandet war, eher unauffällig einreihte, fühlte er sich einzigartig.

So erzählte er den anderen Steinen wie sehr er sich wünschte, zurück ins Meer zu kommen.

Die anderen lachten über ihn und wendeten sich ab. Doch ein Stein, ebenso grau und angeschlagen, erklärte ihm schließlich: „Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Ich hänge hier schon ewig herum und würde alles tun, um ins Meer zurück zu kommen. Aber von hier kommst du nicht weg!“ Der kleine Stein überlegte nicht lange und fragte nach dem Warum.

„Hier hast du doch keine Wahl. Deine einzige Chance ist ein starker Sturm. Der könnte die Wellen so weit zu uns tragen…

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