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Posts Tagged ‘Leben’

„Salmei, Dalmei, Adomei“ – Zum Tod von Geoffrey Bayldon

In Allgemein on 13. Mai 2017 at 10:31

„Vorsicht! Menschen, die sich heute noch mit den Stars ihrer Kindheit beschäftigen, leben genauso gefährlich wie die, die sich immer nur um den Augenblick kümmern.“
Geoffrey Bayldon

Ein  ziegenbärtiger Hexenmeister versucht im Jahre 1066, durch Einnahme eines Zaubertranks zu fliegen.
Statt zu fliegen, muss er jedoch auf der Flucht vor den Normannen in einen Fluss springen. Und als richtiger Hexenmeister spricht er dabei einen Zauberspruch, der sich jedoch anders auswirkt, als gedacht. Hexenmeister Catweazle findet sich in einem morastigen Sumpfloch wieder – und im Jahre 1970.
Aus dieser Zeitreise in die Zukunft haben sich in den 1970er Jahren zwei Staffeln mit je 13 Folgen entwickelt, in denen der Schauspieler Geoffrey Bayldon den kauzigen Hexenmeister spielte, der verständliche Angst vor Traktoren und dem „Elektrik-Trick“ hatte. Den Rest des Beitrags lesen »

Werden wir Gleichgültig?

In Allgemein, Lyrik on 13. Februar 2017 at 06:00

»Ich habe immer daran geglaubt, daß das Gegenteil von Liebe nicht Haß ist, sondern Gleichgültigkeit.

Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit.

Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung, es ist Gleichgültigkeit.

Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses.«

Elie Wiesel
Erinnerung als Gegenwart

Die Ohnmacht der Mächtigen

In Allgemein on 14. Dezember 2016 at 22:25

Aleppo ist eingenommen, aber das Grauen, das Leiden hat kein Ende. Es geht nicht nur darum, den „IS“ zu besiegen, auszulöschen, es geht darum, allen, die gegen die Diktatur Assads sind, in Syrien auszurotten.

Der scheidende UN Generalsekretär Ban Ki-moon fand harte Worte zu diesem Desaster, diesem Morden. Und er machte klar, dass die Versammlung der Nationen der Welt ohnmächtig ist, dass die UN dieses Morden nicht unterbinden kann.

Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte, dass die Vereinten Nationen zusehen müssen, wie Mitglieder der Gemeinschaft die Menschenrechte und das Kriegsrecht mit Füßen treten.

Was nützt eine Staatengemeinschaft, wenn immer wieder durch das Vetorecht eine Entscheidung nicht durchgezogen werden kann?

Und trotzdem: Die UN ist wichtig für die Welt. UNICEF ist erst letztens 70 Jahre alt geworden und hat vielen Kindern auf der Welt geholfen

Ich hoffe, dass nicht nur hier im Westen für Aleppo gekämpft und gebetet wird, sondern dass auch in Russland die Stimmen für die Menschen von Aleppo laut werden

John Glenn gestorben

In Allgemein on 8. Dezember 2016 at 22:39

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mercury_6_-_patchWir schreiben den 20. Februar 1962. John Herschel Glen jr startet als Pilot an der Spitze der Atlas Rakete von der Air Force Station Cape Canaveral in Florida zur Mission „Friendship 7“ . In einer Mercury Kapsel umkreiste er als erster US-Amerikaner die Erde. Nach vier Stunden, 55 Minuten und 23 Sekunden und drei Erdumkreisungen landete er wieder sicher auf der Erde.

200px-sts-95_patch-svgVom 29. Oktober bis 7. November 1998 war Glenn nochmals im Weltall. Als Nutzlast-Spezialist war er mit der Raumfähre Discovery auf der STS-95 Mission. Dieses mal waren es 131 Umkreisungen mehr als beim ersten Mal. Mit 77 Jahren ist er der Rekordhalter als ältester Raumfahrer im Orbit.

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Auf der richtigen Seite

In Allgemein, Uncategorized on 21. November 2016 at 11:43

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Eine „Stop-stelle“ mal von der anderen Seite gesehen. Von dort, wo die stehen, die die Schranke aufmachen können. Aus der Perspektive derer, die sagen können, wer Zutritt bekommt, wer herein darf.
Trotzdem sieht das Bild auch nicht friedlicher, trostvoller aus, als wenn man es von der anderen Seite her aufgenommen hätte.
Es zeigt, dass auf beiden Seiten der Blick durch eine Barriere verbaut ist. Vielleicht ist dieses Bild sogar ein Synonym unserer Perspektive. Wir schauen angstvoll, wachend auf das, was da kommt, während derjenige, der auf die Stoppstelle zugeht, die Zukunft im Blick hat, den weiten Horizont, auf den er sich zubewegt. Nur durch diese Barriere blockiert, die sich aber öffnen lässt. Öffnen von dem, der hinter der Barriere steht und dahin schaut, wo derjenige her kommt, der um Einlass bittet.
Lässt der Pförtner den Reisenden ein, wird er ihm vielleicht kurz nachschauen. Er wird kurz in die Richtung schauen, die der Reisende geht, der sich nicht umdrehen wird, der nicht sein Ziel aus den Augen verliert.
Unser Wachmann wird jedoch wieder sich dahin drehen müssen, wo etwas herkommen könnte.

 

 

Hitzeschreiben

In Allgemein on 4. Juli 2015 at 10:22

Summer FunEr schlägt zu, der Sommer. Er rächt sich bei all denen, die beim „offiziellen“ Sommeranfanfang schon vorausgesagt haben, dass es dieses Jahr keinen Sommer geben wird. Ok, ein paar Schweißperlen und aufgeplatzte Autobahnen machen noch nicht wirklich einen Sommer. Und ein paar verbrannte Fußsohlen, die sich ein Mopedfahrer zugezogen hat, weil er die beim Bremsen(!) – die eigentlichen Bremsen am Motorrad funktionierten nicht – verlorenen Flip Flops barfuß vom Straßenasphalt einsammeln wollte, sind wahrscheinlich eher ein Indiz menschlicher Unzulänglichkeit als ein sicheres Zeichen für einen langanhaltenden Sommer; wobei eben diesr Mopedfahrer bestimmt längere Erinnerung an diese heißen Tage hat als manch anderer von uns.
Die Arbeitswoche hat für den Großteil der Bevölkerung ein Ende und Wochenende ist angesagt. Die Temperaturen können durchaus ausgehalten werden. Die Hardcores unter uns werden irgendwo draussen im Standby rumliegen, andere endlich den Keller aufräumen. Jeder genießt auf andere Art. Manche sind froh, dass sie statt auf das kalte Mistwetter endlich mal auf die irre Hitze schimpfen können,  da ein monosubjektives Schimpfen langsam auch langweilig wird. Wir können auch über die Bahn schimpfen, daß die Klimaanlagen schon wieder nicht fu ktionieren. Wir können die Bahn aber auch in Schutz nehmen, weil es ja geheißen hat, es werde dieses Jahr nicht warm. Genau so verhält es sich ja auch mit unseren Straßen.  Sollen sie jetzt gegen Frost oder Hitze resistent sein?
Im Prinzip ist Hitze gleichbedeutend mit Kälte.  Und deshalb ist diese Woche auch ein Regionalzug der Deutschen Bahn ausgefallen.  Auf den elektronischen Hinweistafeln stand: „Fällt aus wegen Eis und Schnee“
Schönes Wochenende wünsche ich.

Authentisch leben oder Leben inszenieren?

In Allgemein on 18. Juli 2011 at 21:45

Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, schrieb in seinem Buch „Authentisch leben“, … dass wir nur dann zu einem glücklichen und erfüllten Leben finden, wenn wir authentisch leben.

Was ist eigentlich authentisch?
Fromm bezeichnet authentisches Leben als ein Leben, das aus eigenen Entscheidungen besteht und nicht nur aus erfüllten Erwartungen von aussen. Authentizität ist auch das Synonym für Wirklichkeit, Wahrhaftigkeit oder Echtheit.

Und Wirklichkeit ist eigentlich das Gegenteil von „Inszenierung“. Und schon sind wir mitten im Dilemma. Wo sind wir noch authentisch und wo inszenieren wir uns?
Und die Inszenierung findet nicht nur bei Politikern, Sängern und Managern statt, also bei Leuten, die im sogenannten „Rampenlicht“ stehen. Auch wir inszenieren uns täglich, vor Fremden, Kollegen und sogar Freunden.

Unser Umgang miteinander, sei er noch so korrekt, wird mehr und mehr inszeniert. Die eigentliche Wertschätzung untereinander weicht der Selbstinszenierung, einer ausgetüftelten Choreografie, wie man weiter kommen möchte.

Aber: was heisst das – weiter kommen, Karriere machen? Ist dies Teil meiner Authentizität oder schon Teil der Erwartungen, die an mich gestellt werden?
Wird das Wort Karriere zum Wort „Erfüllung“ umgemünzt, dann geht die Gleichung der Gesellschaft auf: „Glück kann man doch kaufen“. Authentizität ist nicht kaufbar, manipulierbar, und doch macht sie glücklich. Man kann in den berühmten Spiegel schauen, auch wenn man nicht wie ein Klon aus der „Wirtschaftswoche“ aussieht.
Dieses Gefühl, authentisch zu sein, kommt aus dem Inneren und macht einen selbstbewusst. Selbstbewusst ist nicht das Gleiche wie Kaltschnäuzigkeit und Überheblichkeit.
Meine Werte und meine „Be-Wert-ung“ sind ausschlaggebend. Dies konsequent durchdacht heisst: Im Grunde entscheide ich darüber, welche Ziele ich erreichen möchte, welche für mich erstrebenswert sind und meinem Leben Sinn geben.
Ich weiss, dass diese Aussage sehr mutig ist und sich nicht 100% leben lässt. Aber schon das Bewusstsein, dass meine Entscheidungen dazu beitragen, mein Leben zu gestalten, ist spannend und kann zu einem Schritt in die richtige Richtung werden.