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Posts Tagged ‘Judenverfolgung’

Mein Gewissen schmerzt mich noch immer, dass ich nicht mehr tun konnte

In Allgemein on 12. August 2017 at 19:04

Diesen Satz sagte vor zehn Jahren eine Frau, die ihr Leben einsetzte, um andere Leben zu retten. Von einer Frau, die rund 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto vor dem sicheren Tod rettete.
Diese Frau wurde 2007 für den Friedensnobelpreis nominiert, den dann am Ende Al Gore für einen Film erhalten hat, der die Welt bezüglich der Klimaerwärmung aufrütteln sollte.

Al Gore war Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika, deren heutige Regierung aus dem Klimaschutzabkommen aussteigt und die mit „America First“ zeigt, dass wirtschaftliche Interessen (heute) wichtiger sind als alles andere.

Irena Sendler, von der ich hier ein wenig berichten möchte, hat also nicht den Friedensnobelpreis bekommen. Bescheiden, wie sie war, hätte sie bestimmt gemeint, dass sie ihn nicht verdient hätte.
Kurz vor ihrem Tod wurde sie vom Parlament in Warschau zur nationalen Heldin ernannt. Der damalige Präsident Lech Kacynski bezeichnete sie als “ Symbol für alle Polen, die während der Besatzung durch die Nazis ihr eigenes Leben riskiert hätten, um das vieler Juden zu retten“. Und:“Sie verdient großen Respekt von der gesamten Nation.“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Reichspogromnacht – es fängt in den Köpfen an

In Allgemein on 10. November 2012 at 13:47

Die Reichspogromnacht, die Nacht, in der jüdische Geschäfte und Einrichtungen  zerstört und in Brand gesetzt wurden, wird uns jedes Jahr am 9. November in Erinnerung gerufen. Dies ist auch gut so, wenn ich auch immer öfter erlebe, dass die Menschen bei Dokumentarfilmen über dieses Thema lieber zu seichterer Unterhaltung wechseln.
Die Erinnerung tut Not, nicht, um uns noch nach vielen Generationen eine Mitschuld der damaligen Ereignisse zu geben, sondern um immer wieder zu sehen, wie Hass und Wut gesteuert werden kann. Und wie Menschen solchem Treiben zusehen, es dulden, weil sie systematisch dazu geführt wurden, das, was da geschieht als „Recht“ anzusehen.
Ich denke, es geht in Deutschland nicht mehr um die Aufarbeitung der Vergangenheit, nicht mehr darum, dass jede kritische Stimme gegen Israel oder das Judentum mit dem Hinweis auf das „Dritte Reich“ mundtot gemacht wird. Es geht darum, das „Niemals wieder“ am Leben zu erhalten, mit neuem Leben zu füllen. Es geht darum, immer wieder zu begreifen, was unsere Demokratie ausmacht, und aus welchen Gründen zum Beispiel Politik und Rechtssprechung getrennt wurden.
Der erhobene Zeigefinger gilt somit nicht nur dem Vergangenen, sondern vielmehr dem heutigen und der Zukunft… “ Nie wieder soll so etwas geschehen“