juckplotz

Posts Tagged ‘Hektik’

Rasir Salon

In Allgemein on 8. August 2016 at 22:16

Unscheinbar zwischen zwei neu eingebauten Fenstern sah ich die Schrift an der Wand

RASIR
SALON

Einmal davon abgesehen, dass ich nicht wusste, dass man das Wort “Rasieren“ einmal ohne das “Verlängerungs-E“ geschrieben hat, kamen mir Gedanken in den Sinn. Gedanken an eine Zeit, die ich nie erlebt habe. Gedanken an die Zeit Anfangs des zwanzigsten, des vorigen Jahrhunderts. Den Rest des Beitrags lesen »

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Sich den Urlaub verdienen

In Allgemein on 3. August 2012 at 11:52

Es ist Sommerurlaubszeit. So nach und nach verabschieden sich die Kolleginnen und Kollegen in die Ferien und man sollte meinen, dass es jetzt ein wenig ruhiger wird, dass man eventuell jetzt ein paar Dinge erledigen kann, die man immer wieder aufgeschoben hat. Die Ablage mal ausmisten, sei es die altmodische Papierablage oder die im Rechner. Oder die Notizen der letzten Besprechungen mal strukturieren.

Aber weit gefehlt:  Wir müssen uns den Urlaub noch verdienen. Durch viele Aufgaben, die vor sich hin geschlummert haben und jetzt schnell noch „durch müssen“.
Und „durch“ heisst, bei mir „durch“.
„Kannst du mich schnell anrufen, wir müssen noch was besprechen, ich bin ab nächster Woche in Urlaub“, oder „Wenn ich aus dem Urlaub komme, dann habe ich ein Meeting, bis dahin benötige ich Informationen von dir“ – „Was, der hat Urlaub, und dann gehst du in Urlaub, das heisst ja, ich bekomme das gar nicht rechtzeitig?“

Ein grosser Prozentsatz dieser Aufgaben ist nicht halb so dringend, wie jetzt wieder getan wird, aber es ist schwer, festzustellen, was wirklich noch vor dem Urlaub gemacht werden muss, oder was sich schneller erledigen lässt, wenn in ein paar Wochen alle wieder da sind.

Und wenn es dann endlich so weit ist und man selbst in den Urlaub abdüst, dann bleibt die bange Frage „Hab ich jetzt alles erledigt?“ – Die Antwort kann einem niemand geben, also geht man mit einem leicht unsicheren Gefühl.

Und drei Tage vor Urlaubsende kommt die Frage in leicht abgeänderter Form wieder: „Was wohl alles in meiner Abwesenheit passiert ist? – Hoffentlich habe ich nichts Wichtiges vergessen, bevor ich gegangen bin…“

Mein Tipp: Ein wenig bei sich selbst den Druck herausnehmen, überlegt die letzten Arbeitstage vor dem Urlaub strukturieren, Dinge, die bis nach dem Urlaub warten können, liegen lassen (und dies auch so kommunizieren).
Dann den Urlaub geniessen und am ersten Tag genau so überlegt wieder an die Arbeit gehen.

– Mal sehen, ob ich den Tipp befolgen kann

Ach ja: Falls es nicht klappt; in der Vorweihnachtszeit haben wir dann nochmals eine Chance, zu üben…

Spinnen wir jetzt alle?

In Allgemein on 16. März 2011 at 11:15

Die Katastrophen in Japan schockieren uns. Wir sehen die Verwüstungen, die das Beben in Verbindung mit dem Tsunami verursacht hat. Wir hören, dass es immer mehr Tote gibt, dass die Verkehrswege nicht frei sind, dass Wasser und Nahrungsmittel knapp werden. Und dann hören wir davon immer weniger, dafür immer mehr über die nukleare Katastrophe, die sich anbahnt in einem Land, welches sehr dicht besiedelt ist.
Und dann passiert das, was mich wütend macht: Die Geschehnisse in Japan werden dazu benutzt, um in Deutschland Wahlkampf zu machen…
Ich begrüsse es, wenn die Verantwortlichen ihre Entscheidungen zur Atomkraft in Deutschland angesichts der Vorfälle in Japan überdenken, denn eine gefällte Entscheidung muss ja nicht nach dem Motto „ich habe eine vorgefasste Meinung und lasse mich durch läppische Tatsachen nicht davon abbringen“ für immer stehen.
Jetzt werden AKWs vom Netz genommen, und schon wieder wird dies von den Deutschen als „Masche“ abgetan, damit die Wählerstimmen gesichert seien.
Wahlkampfduelle im TV, für mich sowieso eine amerikanisierte Form der „Information“, die im Grunde keine ist, sondern ein gegenseitiges „Abwatschen“ der Spitzenkandidaten, nehmen jetzt das Thema Japan mit ins Portfolio.
Was hat Japan mit unseren Landtagswahlen zu tun? Und was sollen die Politiker bitte jetzt machen? Die Entscheidungen zur Atomkraft überdenken oder nicht?
Meiner Meinung nach müssen wir zuerst unseren Mitmenschen in Japan helfen – die EU hat ja eine entsprechende Anfrage erhalten. Und da können wir alle solidarisch sein und müssen nicht unser Parteibuch oder unsere Einstellung publicityträchtig vermarkten.
Dann sollten die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft aus den Vorfällen in Japan lernen und Konsequenzen einleiten.

Aber vor Allem: In Japan ist eine Katastrophe in vollem Gange und wir sollten unsere Energie darauf verwenden, in der Weltgemeinschaft aktiv tätig zu werden, um dort so viel zu helfen, wie wir können.

Die Hektik vor Weihnachten

In Allgemein on 16. Dezember 2010 at 14:26

Ein Jahr hat 365 Tage, manchmal sogar einen Tag mehr. Aber es scheint so, als müsste alle verlorene Zeit in die vier Wochen vor Weihnachten gepresst werden. Als ob sich die Erde sonst am 1. Januar des Folgejahres nicht mehr drehte.
Während die „Verkäufer“ einem die Türen in den Firmen einrennen, um noch den schon sicher geglaubten Auftrag abzuholen (dabei hatte man ihnen x-mal gesagt, dass es nur eine Preisorientierung war), bei jedem Anruf ungeduldiger werden, sind die „Einkäufer“ angehalten, ja nichts mehr auszugeben, denn das könne auf das nächste Budget verschoben werden.
Im Privatleben muss vor Weihnachten noch an jeder Ecke eine „Weihnachtsfeier“ abgehalten werden, um zu zeigen, wie gut sich Vereinskameraden, Lehrer und Eltern etc. doch verstehen. Somit kann man sich guten Gewissens auf das „Friedensfest“ vorbereiten.
Im kirchlichen Bereich laufen die Vorbereitungen für Festgottesdienste auf Hochtouren und verlangen auch noch die letzte freie Minute der Ehrenamtlichen ab.
Das führt dazu, dass der Advent, die eigentliche Vorbereitungszeit auf Weihnachten, immer mehr zum Ätzvent wird, zu einer Zeit, die einen selbst anödet, auf die sich niemand freut und die die Nerven der Menschen blankpoliert.
Ich habe dieses Jahr so viele Meetings „postponed“ also nach hinten verschoben, vielleicht mache ich es mit Weihnachten auch so.