juckplotz

Posts Tagged ‘Fremdenfeindlichkeit’

Auf der richtigen Seite

In Allgemein, Uncategorized on 21. November 2016 at 11:43

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Eine „Stop-stelle“ mal von der anderen Seite gesehen. Von dort, wo die stehen, die die Schranke aufmachen können. Aus der Perspektive derer, die sagen können, wer Zutritt bekommt, wer herein darf.
Trotzdem sieht das Bild auch nicht friedlicher, trostvoller aus, als wenn man es von der anderen Seite her aufgenommen hätte.
Es zeigt, dass auf beiden Seiten der Blick durch eine Barriere verbaut ist. Vielleicht ist dieses Bild sogar ein Synonym unserer Perspektive. Wir schauen angstvoll, wachend auf das, was da kommt, während derjenige, der auf die Stoppstelle zugeht, die Zukunft im Blick hat, den weiten Horizont, auf den er sich zubewegt. Nur durch diese Barriere blockiert, die sich aber öffnen lässt. Öffnen von dem, der hinter der Barriere steht und dahin schaut, wo derjenige her kommt, der um Einlass bittet.
Lässt der Pförtner den Reisenden ein, wird er ihm vielleicht kurz nachschauen. Er wird kurz in die Richtung schauen, die der Reisende geht, der sich nicht umdrehen wird, der nicht sein Ziel aus den Augen verliert.
Unser Wachmann wird jedoch wieder sich dahin drehen müssen, wo etwas herkommen könnte.

 

 

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Tierliebe und Fremdenfeindlichkeit

In Allgemein on 9. Mai 2015 at 12:37

Dass der Tonfall in den sozialen Netzwerken dem der „Stammtische“ schon lange in nichts mehr nachsteht, in vielen Fällen sogar diesen übertrifft,  und zwar an Ausfälligkeiten, Beschimpfungen etc., ist allgemein bekannt. Ich habe mich nicht daran gewöhnt,  aber ich habe gelernt, gewisse Beiträge zu ignorieren und auszufiltern.
Heute muss ich jedoch etwas loswerden, weil es mich bedrückt,  mich traurig macht.
Ein Posting, welches ich gestern zwar kopfschüttelnd weggedrückt habe, welches mir aber doch im Gedächtnis geblieben ist, handelte davon, dass in einem bis jetzt doch so netten Dorf die leer stehende öffentliche Einrichtung jetzt zur „Asylantenunterkunft“ werden soll. Trotz des Bürgerprotests. Der Gemeinderat wurde in den Postings als „Pack“, „Idioten“ und Ähnlichem bezeichnet, die Entscheidung als „Riesensauerei“.
Soweit so schlecht.
Leider bin ich nicht der Typ, auf solchem Niveau zu diskutieren,  meine Meinung kund zu tun. Vielleicht falsch, aber das soll hier jetzt nicht diskutiert werden.

Heute morgen habe ich dann von derselben Person, die gestern das Anti-Asylheim Posting geteilt hat, ein „Tierschutz“ Posting gelesen – wiederum geteilt. Darin wird das Aussetzen von Haustieren angeprangert und aufgerufen, diesen armen Kreaturen sich doch zu erbarmen.

Wer mich kennt,  weiss, dass ich ein Tierfreund bin und auch absolut dafür bin, Tierquälerei und auch das Aussetzen von Tieren konsequent zu bestrafen.
Das Posting könnte ich teilen, das gestrige sicher nicht. Und es kam von ein und demselben Menschen.

Verhelft den Tieren zu einem Zuhause, aber lasst Menschen, die eine (vorübergehende) Heimat suchen, nicht in unser Dorf?

Sind wir Deutschen wirklich so?
Hoffentlich nicht.