juckplotz

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EU-DSGVO und meine Bilder

In Allgemein, Fotografie on 2. Mai 2018 at 19:40

Werden solche Bilder bald nicht mehr möglich sein? Bild: J.Wagner

Ende Mai, genauer gesagt, am 25. Mai 2018 ist es soweit. Dann tritt die EU-DSGVO (europäische Datenschutz Grundverordnung) in Kraft – und dieser Blog vielleicht ausser Kraft. Wenn ich nämlich bis dahin nicht alle Punkte der DSGVO in diesem WordPress-Blog nicht umsetzen kann (weil ich vielleicht gar nicht genau weiss, was wordpress.com mit einzelnen Daten macht).

Ich halte Datenschutz für wichtig, keine Frage. Man soll nicht einfach Daten von anderen sammeln, um sie vielleicht später gewinnbringend zu verwenden. Somit ist die EU-DSGVO ganz in Ordnung.
Nur leider nicht durchdacht, da sie wieder viel Raum für diejenigen unter den Anwälten bietet, die ihr Geld durch Abmahnungen „verdienen“.
Dies ist ein privater Blog, aber was gilt dann für mich in der DSGVO?
Und die Webseite meiner Kirchengemeinde, meines Vereins? Liebe Ehrenamtliche – aufpassen !!!!

Das Hauptthema dieses Artikels soll jedoch nicht das EU-DSGVO an sich sein, sondern die Auflagen, die aus dem Gesetz für digitale Bilderverwaltung und -veröffentlichung entstehen. Den Rest des Beitrags lesen »

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Die Ohnmacht der Mächtigen

In Allgemein on 14. Dezember 2016 at 22:25

Aleppo ist eingenommen, aber das Grauen, das Leiden hat kein Ende. Es geht nicht nur darum, den „IS“ zu besiegen, auszulöschen, es geht darum, allen, die gegen die Diktatur Assads sind, in Syrien auszurotten.

Der scheidende UN Generalsekretär Ban Ki-moon fand harte Worte zu diesem Desaster, diesem Morden. Und er machte klar, dass die Versammlung der Nationen der Welt ohnmächtig ist, dass die UN dieses Morden nicht unterbinden kann.

Es ist nicht das erste Mal in der Geschichte, dass die Vereinten Nationen zusehen müssen, wie Mitglieder der Gemeinschaft die Menschenrechte und das Kriegsrecht mit Füßen treten.

Was nützt eine Staatengemeinschaft, wenn immer wieder durch das Vetorecht eine Entscheidung nicht durchgezogen werden kann?

Und trotzdem: Die UN ist wichtig für die Welt. UNICEF ist erst letztens 70 Jahre alt geworden und hat vielen Kindern auf der Welt geholfen

Ich hoffe, dass nicht nur hier im Westen für Aleppo gekämpft und gebetet wird, sondern dass auch in Russland die Stimmen für die Menschen von Aleppo laut werden

Nachhilfe in Demokratie – Danke Ankara

In Allgemein on 1. August 2016 at 16:04

Eigentlich sollte ich darüber lachen. Da findet in Deutschland eine Demo für den Despoten Erdogan statt, bei dem sogar der Spottminister  Sportminister aus dem demokratischen Vorzeigeland Türkei einreisen und mitspielen darf. Nur der Gründer der neuen Demokratie, Herr Erdogan, darf nicht mal auf der Videoleinwand zu seinem Volk sprechen, welches in einem Land sein Dasein fristen muss, in dem laut Erdogan das Bundesverfassungsgericht nicht unabhängig von der Regierung ist.
Wie gesagt, ich sollte darüber lachen.
Kann ich nicht. Bin da total ohne Humor.
Nochmal ganz klar: Ich rede von Erdogan und seiner Partei, seinen Aktionen und seinem Despotismus. Ich rede von der Unterdrückung der Freiheit in der Türkei. Unterdrückung von Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit. Und ich rede davon, dass diese Bewegungen keinen Platz auf dem Boden der Bundesrepublik Deutschland haben dürfen. Und dass die Verantwortlichen der bundesdeutschen Politik Rückgrat zeigen und für unsere Demokratie einstehen.

Schwäbisch würde ich sagen: Vom Erdogan lasse mir ons ned an kara fahra (An Karra fahre =  Angreifen, kritisieren … an den Karren fahren)

 

Autobahnmaut – Mit Vollgas an die Wand

In Allgemein on 20. Juni 2015 at 22:41

Die Thematik Autobahnmaut wird zunehmend zur „Unendlichen Geschichte“ in Deutschland. Nachdem vor einigen Jahren mit einem Millionenaufwand und einer Zeitverzögerung die Autobahnmaut für LKWs eingeführt wurde, diskutieren die deutschen Politiker, zusammen mit Boulevard- und anderer Presse und den Automobilclubs über die Autobahnmaut und die Entlastung der deutschen Autofahrer.
Vor ein paar Wochen hat dann CSU Verkehrsminister Alexander Dobrindt „seine“ Autobahnmaut bei unserem Bundespräsidenten unterschreiben lassen. Und jetzt? Jetzt fällt ihm ein, dass ja eventuell der Europäische Gerichtshof ein Verfahren einleiten könnte, weil die Deutschen gegenüber den anderen Europäern Vorteile bekommen könnten.

Dieses Argument muss für Herrn Dobrindt ja ganz neu sein, niemand hat die letzten Jahre über das Thema geredet.
Die Deutschen bringen es nicht zustande, eine vernünftige Maut mit einer Vignette oder einem „Pickerl“ für die Autobahnen zu erschaffen, die eben mal im ersten Jahr einen Hunderter kostet, aber auch nur wenig Druck- und Verwaltungskosten verursacht. Beispiele im Umland gibt es ja genug.

Nein, der deutsche Autofahrer muss entlastet werden….

Einfacher Vorschlag: Autobahnmaut für alle, keine Vergünstigungen für Deutsche. Vignette kaufen und fahren. Nächstes Jahr die Kfz Steuer nicht erhöhen und übernächstes auch nicht und keiner redet über Ungleichheit vor dem Europäischen Gesetz

Sehe ich das wieder zu einfach?

Wahrscheinlich

Friedensnobelpreis für die EU – Nachdenkliche Freude

In Allgemein on 13. Oktober 2012 at 09:53

Seit gestern sind viele wieder stolz auf die EU, „wir“ haben den Friedensnobelpreis. Ein unabhängiges Gremium steht jedes Jahr vor der Aufgabe, den Friedensnobelpreis zu vergeben. Nicht immer ist das Ergebnis nachvollziehbar, und immer wird es neben Freude auch Kritik geben.

Dieses Mal wurde nicht ein Person ausgezeichnet, sondern ein Staatenverbund, der es in den letzten Monaten schwer hatte, mit positiven Meldungen in die Medien zu kommen. Und auch jetzt bin ich gespannt, wie lange die Freude hält und wann die negativen Anmerkungen wieder Oberhand gewinnen.

Gewiss, auch die zur Diskussion gestandene Menschenrechtsorganisation Memorial unter ihrem Gründungsmitglied Swetlana Gannuschkina hätte sich über den Friedensnobelpreis gefreut, ihre Arbeit wäre mehr ins Licht der weltweiten Öffentlichkeit gerückt. Die Bemerkung von Frau Gannuschkina, dass die Entscheidung für die EU ein „Zeichen von Impotenz“ sei, und dass die Auszeichnung „einer staatlichen bürokratischen Struktur zuerkannt“ worden sei, zeigt die Enttäuschung.

Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass die Auszeichnung der bürokratischen Struktur gilt, sondern der Tatsache, dass die Menschen in Europa seit dem zweiten Weltkrieg über Ländergrenzen zueinander gefunden haben und es geschafft haben, Gräben zuzuschütten und ein friedliches Miteinander zu verwirklichen.Insbesondere die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland ist dabei hervorzuheben.

Trotzdem muss uns der Friedensnobelpreis zum Nachdenken anregen. Was ist aus den Ideen und dem Einsatz von Jean Monnet, Jacques Delors, Robert Schuman und Helmut Kohl geworden? Diese Politiker standen als authentische Botschafter und Verfechter einer grossen Sache, die heute sich in Diskussionen über Glühbirnen und kränkelnder gemeinsamer Währung erschöpft.

Wir sollten uns, vor allem nach dieser Auszeichnung, wieder darauf besinnen, was die EU war und auch im Kern noch ist, nämlich ein Zusammenschluss der europäischen Staaten mit dem Ziel, Europa miteinander zu gestalten. Wir nehmen den Frieden in Europa schon so selbstverständlich hin, dass wir ihn überhaupt nicht mehr wahrnehmen. In Regionen der Erde, in der ein friedliches Zusammenleben der Nachbarstaaten nach langen Kriegen erst langsam wächst, wird die Geschichte der EU anerkennend diskutiert, während die Europäer selbst sich in den Details der Tagespolitik so verlieren, dass sie das grosse Bild Europa gar nicht mehr sehen.

Die Selbstverständlichkeit Europa darf heute von uns allen in Anspruch genommen und gelebt werden, es muss uns allen aber auch klar sein, dass auch eine schon gut gewachsene Pflanze eine gewisse Pflege braucht. Vielleicht trägt der Friedensnobelpreis dazu bei, am Baum Europa nicht nur unten mit der Axt dagegen zu schlagen und oben die Früchte zu ernten, sondern ihn zu pflegen, damit er stabil bleibt.

Meinungsfreiheit

In Allgemein on 31. Dezember 2010 at 12:08

Das Jahr neigt sich unwiderruflich dem Ende entgegen und die Jahresstatistiken und -Rückblicke füllen die Zeitungen, das Fernsehen und die Radiosendungen.

Eine Meldung hat mich nachdenklich gemacht: Im Jahr 2010 sind über fünfzig Medienvertreter auf der Welt entführt worden und mindestens 57 getötet worden. Und dies meist aus dem Grund, weil die Berichterstattung gefürchtet wird oder von Seitens der Staatsmächte den Reportern vorgeworfen wird, nicht die Objektivität zu wahren. Den Rest des Beitrags lesen »