juckplotz

Posts Tagged ‘Drittes Reich’

9. November vor 77 Jahren

In Allgemein on 8. November 2015 at 16:36

Morgen ist wieder Montag. Auch in Dresden. Und morgen ist auch der 9. November. In ganz Deutschland.  Und in Dresden. Jeden Montag finden in Dresden Demos statt. Von einer Gruppierung,  die sich PEGIDA nennt. PEGIDA ist in aller Munde, in allen Medien. PEGIDA regiert schon längst die Tagespresse. PEGIDA darf bald sagen und tun, was sie will. Hat fast nichts zu befürchten,  egal wen oder was sie verleumden, wen sie pauschal verurteilen.  Wir laufen Gefahr, uns an PEGIDA und diejenigen, die sich darin verstecken, zu gewöhnen.
Warum ich das heute schreibe?
Weil in der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938, also vor 77 Jahren die Novemberpogrome stattfanden. Näheres dazu unter
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938
Und wir haben als Bundesrepublik Deutschland der Welt versprochen,  dass von unserem Boden so etwas nie wieder passieren soll. Den Rest des Beitrags lesen »

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KZ Auschwitz – 67 Jahre nach der Befreiung

In Allgemein on 28. Januar 2012 at 21:34

Einundneunzig Jahre ist er nunmehr alt – Marcel Reich-Ranicki – der am gestrigen 67. Jahrestag der Befreiung der Insassen des KZ Auschwitz eine ergreifende Rede hielt. Eine Rede, die aus Erinnerungen bestand. Erinnerungen aus erster Hand, Erinnerungen an Erfahrungen, die bei den Überlebenden des Holocaust noch so frisch sind, wie am ersten Tag. Erinnerungen, die in unserer Gesellschaft zu verblassen drohen, die in die Schublade der „Geschichte“ abzusinken drohen.

Gerade jetzt, unter den Eindrücken von Organisationen wie der NSU, immer wieder auflodernden Parolen von NeoNazis, ist es wichtig, allen Generationen immer wieder zu sagen, was in den Jahren 1933 bis 1945 in Europa passiert ist.

Es hat nichts damit zu tun, dass wir uns als Deutsche immer schuldig fühlen müssen. Meiner Meinung nach sind wir aber in einer besonderen Form dafür verantwortlich, dass Rassenhass nie wieder in Deutschland Fuss fassen kann.

Dazu gehört eine offene Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, mit den Vorgängen damals, mit den Menschen und Organisationen, die im Dritten Reich agiert haben. Und eine Loslösung der Ereignisse von der Geschichte, damit wir nicht glauben, das habe nur damals passieren können.

Die Betroffenheit der im Bundestag anwesenden Menschen während und auch nach der Rede von Marcel Reich-Ranicki zeigt, dass es notwendig ist, die Themen immer
wieder – losgelöst von politischer Stimmungsmache – anzusprechen und uns in Erinnerung zu rufen.

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