juckplotz

Posts Tagged ‘Auto’

Verantwortung übernehmen durch Rücktritt ?

In Allgemein on 23. September 2015 at 19:20
VW Käfer

VW Käfer Foto: © J.Wagner

Die Vorgänge im Volkswagen Konzern haben den Ausschlag gegeben zu diesem Artikel. Wobei die Gedanken jetzt nicht ausschliesslich auf den aktuellen Anlass beschränkt sind.
Herr Winterkorn zieht die Konsequenz aus dem Skandal, übernimmt die volle Verantwortung, ohne dass er etwas von den Manipulationen gewusst hat – und tritt zurück.
Ich frage mich, ob ich volle Verantwortung für Vorgänge übernehmen kann, von denen ich keine Kenntnis hatte. Und ob dann ein Rücktritt wirklich „Verantwortung übernehmen“ heisst… Den Rest des Beitrags lesen »

Des muas raus…

In Allgemein on 19. August 2015 at 17:01

…sonschd platz i
(Für Nichtschwaben: „Das muss raus, sonst platze ich“ – Eine präventive Entschuldigung für eventuelle nachfolgende verbale Entgleisungen, die aufgrund angestauter,  zumeist als negativ  zu bezeichnender Emotionen,  nicht immer zu vermeiden sind)

image

Wir befinden uns am Sonntagmittag,  den 16. August 2015 um 12:20 Uhr  auf der Rastanlage Harz Ost, Richtung Hannover. Eine kurze Rast ist angesagt, die Laune blendend. Es geht ja schließlich in den Sommerurlaub.
Der Parkplatz ist recht belebt, Wochenende, Ferien, alles ganz normal.
Neben unserem Auto sind noch zwei Parkplätze frei und links daneben ist der Gehweg und auch eine große Abfalltonne.

Dann lassen wir das Geschehen mal starten. Den Rest des Beitrags lesen »

Das Cabrio

In Allgemein on 22. Juni 2012 at 15:24

Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mir wünschte, ein Cabrio zu besitzen. Und diese Tage wiederholen sich seit ungefähr 34 Jahren. Und immer wieder gibt es andere Gründe, eben kein solches Teil sich zuzulegen.
Waren es vor 34 Jahren mangelnde Kapitalreserven oder ungenügende Bemühungen, meine Lateinnote auf die magische Höchsstufe zu bringen – meine Eltern hatten mir damals einen „Triumph Spitfire“ versprochen, wenn ich in der Endnote eine „Eins“ in Latein haben würde (konnten sie ja auch ohne Problem, bei meinen Leistungen hätte ich es nicht mal zu einer Radabdeckung gebracht), sind es heute eher „Vernunftskriterien“ wie „kein Platz“, „zu teuer“, „zu alt“ (das gilt dann für mich, nicht fürs Auto).

Ok, dann ist wieder eine Zeit Ruhe, aber an Tagen wie heute, an denen ich mich in meine „Konservendose“ setze, in welcher die grösste Frischluftfreiheit in heruntergedrehten Scheiben besteht, überkommt es mich wieder.

Mal sehen, ob ich es doch irgendwann noch mache. Und dann gehöre ich zu denen, die ich vor dreissig Jahren angeschaut habe und dachte: „Steinalt, aber Cabrio fahren, das reisst auch nichts mehr raus“

Wäre mir aber jetzt total egal, was die Anderen denken

Ich sehe was, doch du mich nicht

In Allgemein on 28. November 2011 at 16:52

Es ist wieder die „graue Jahreszeit“; Nebel und früh einsetzende Dämmerung sind die Begleiterscheinungen des Herbstes.
Und jetzt treten sie wieder in Erscheinung, die „Energiesparer der Strasse“, die „Ich-sehe-was-doch-du-mich-nicht“ Kollegen der Landstraße. Bevorzugt Lenker von dunklen oder silbergrauen Fahrzeugen verzichten gerne auf eine ausreichende Beleuchtung ihres Fahrzeuges. Sind es schon ältere Fahrzeuge, so ist die gesamte Beleuchtung auf Null, bei den neueren, die schon das genannte „Tagfahrlicht“ ihr eigen nennen, ist zumindest das Fahrzeug von vorne erkennbar, während bei einer Annäherung von hinten der Wagen weiterhin quasi „aus dem Nichts“ auftaucht.
Besonders auffallend ist es, dass anscheinend Autolenker, die durch die eingebaute Elektronik nicht mal mehr den Scheibenwischer bei einsetzendem Niederschlag mehr selbst bestätigen müssen, auch jegliches Gespür für Verkehrsituationen verloren haben, die eben noch nicht vom Bordcomputer erkannt und abgedeckt werden.
Oder ist die Grdankenlosigkeit, so lange das Licht ausgeschaltet zu lassen, bis man selbst nichts mehr sieht, ein weiteres Zeichen der „Erst-komm-ich-Zeit“?
Übrigens: Auch erstaunlich viele Fahrschulautos kommen mir unbeleuchtet entgegen…. Und nicht immer sitzt der Schüler am Steuer.

Skandal: Automobilhersteller sparen an Blinkleuchten

In Allgemein on 30. Mai 2011 at 21:29

Ich wusste es ja schon immer: Irgendwo müssen die Automobilkonzerne sparen. Die Medien sind einerseits voll Lobes über neue elektronische Einrichtungen in den „Fahrzeugen von Morgen“, andererseits fällt mir im täglichen Strassenverkehr auf, dass vor allem in neuen und großen Fahrzeuge elementare Sicherheitseinrichtungen allem Anschein nach nicht mehr vorhanden sind. So fahren viele Autos mit dem neuartigen Tagfahrlicht bis tief in die Dämmerung, die Scheinwerfer vorne sind nur noch mit der Lichthupenfunktion ausgerüstet, die rückwärtigen Leuchten sind zwar mit neumodischen LEDs ausgerüstet, aber eben nur noch an die Bremse angeschlossen.
Dort, wo früher Nebellampen waren, leuchtet jetzt jeweils ein Licht rechts, wenn das Lenkrad nach rechts eingeschlagen wird, links, wenn man das Steuerrad nach links bewegt. Dafür wurden offensichtlich die Blinker (oder Fahrtrichtungsanzeiger) eingespart. Die armen Fahrer müssen jetzt ohne zu blinken ausscheren und abbiegen. Da der „Blinkhebel“ im Auto jedoch weiterhin vorhanden ist – genau so wie der Lichtschalter für das „normale“ Licht, wird dem Käufer und Fahrzeuglenker vorgegaukelt, daß alles in Ordnung sei.
Sogar an manchen Einsatzfahrzeugen der Polizei wird offensichtlich am Einbau funktionierender Fahrtrichtungsanzeiger gespart…

Wenn jetzt die neueste Errungenschaft der Notstopp ist, der einsetzt, wenn das vorausfahrende Auto abrupt abbremst, dann sehe ich schon, dass bald die Bremsleuchten auch noch eingespart werden.

Oder sollte ich mich irren, und es sind doch die Fahrzeuglenker, die einfach zu bequem sind, das Licht einzuschalten und den Blinker zu betätigen?

R4 – Ein halbes Jahrhundert alt

In Allgemein on 19. April 2011 at 21:51
Renault R4 auf der Insel Krk (Kroatien)

Renault R4

Er war ein Kultauto wie der „Käfer“ oder die „Ente“, hatte aber nie einen Tiernamen, sondern blieb bei seiner einfachen Typenbezeichnung: Der Renault R4 feiert dieser Tage seinen fünfzigsten Geburtstag. Grund genug, diesem Fahrzeug hier ein paar Zeilen zu widmen.
So, wie der Käfer zu Deutschland, gehörte der R4 zu Frankreich.
Der Chef von Renault hat seinerzeit gesagt: „Lasst uns ein Auto bauen wie eine Blue Jeans – ein Auto, das zu jedem passt.“
Und dann lief er 1961 das erste Mal vom Montageband rollte. Handwerker bauten die Rückbank aus und die Landwirte fanden ihn praktisch, weil er eine hohe Bodenfreiheit hatte. Und weil sich jeder mit dem Gefährt identifizieren konnte, wurde der R4 bis zu seinem Produktionsende 1992 mehr als acht Millionen mal verkauft.
Neben seinen vielen Vorzügen hatte er auch einen unschlagbaren Preis und wenig „Durst“. Sogar die französische Gendarmerie hatte den R4 im Einsatz.

Studenten in den sechziger und siebziger Jahren fuhren R4, auch in Deutschland.  Nur eine Gruppe hatte keine Ambitionen, einen R4 zu kaufen: die Frauen. Dies sollte sich 1963 ändern, als Renault mit der Frauenzeitschrift „Elle“ ein R4 Modell kreierte, bei welchem die Seiten aufwändig dekoriert waren.

Das Modell nannte sich „La Parisienne“.

Renault R4 - Bei Studenten beliebt

Renault R4 - Bei Studenten beliebt

Eine Frauenband gleichen Namens hatte zur gleichen Zeit einen Hit, in welchem es hiess: „Heute ist es viel zu schön, um zu arbeiten“
Und so wurde der R4 das „Urlaubsauto“, in welchem man, anders als in der „Ente“ vier Personeen und Urlaubsgepäck unterbringen konnte.

Die Franzosen nannten den R4 auch „Quatre L“, wobei das „L“ für Limousine steht.

Böse Zungen behaupten, dass das „R“ in R4 für „Rost“ stehe, denn dies war eines der grössten Probleme des Fahrzeuges.

Das schnörkellose, ehrliche Auto wird seit fast 20 Jahren nicht mehr hergestellt und doch gibt es noch unzählige dieser schnörkellosen, ehrlichen Autos. Und dies nicht nur bei Fans und Sammlern, sondern weiterhin im täglichen Einsatz, wie ich mich selbst zum Beispiel auf der kroatischen Insel Krk überzeugen konnte.