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Posts Tagged ‘Artikel’

„Salmei, Dalmei, Adomei“ – Zum Tod von Geoffrey Bayldon

In Allgemein on 13. Mai 2017 at 10:31

„Vorsicht! Menschen, die sich heute noch mit den Stars ihrer Kindheit beschäftigen, leben genauso gefährlich wie die, die sich immer nur um den Augenblick kümmern.“
Geoffrey Bayldon

Ein  ziegenbärtiger Hexenmeister versucht im Jahre 1066, durch Einnahme eines Zaubertranks zu fliegen.
Statt zu fliegen, muss er jedoch auf der Flucht vor den Normannen in einen Fluss springen. Und als richtiger Hexenmeister spricht er dabei einen Zauberspruch, der sich jedoch anders auswirkt, als gedacht. Hexenmeister Catweazle findet sich in einem morastigen Sumpfloch wieder – und im Jahre 1970.
Aus dieser Zeitreise in die Zukunft haben sich in den 1970er Jahren zwei Staffeln mit je 13 Folgen entwickelt, in denen der Schauspieler Geoffrey Bayldon den kauzigen Hexenmeister spielte, der verständliche Angst vor Traktoren und dem „Elektrik-Trick“ hatte. Den Rest des Beitrags lesen »

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Es mag bessere Zeiten gegeben haben, aber diese da ist unsere.

In Allgemein on 31. Dezember 2016 at 12:03

Mit diesem Zitat von Jean Paul Sartre möchte ich heute den letzten Blogeintrag für dieses Jahr beginnen. Ich weiss nicht, in welchem Zusammenhang Monsieur Sartre diesen Satz gesagt hat und ich werde ihn hier einfach so verwenden, wie ich ihn sehe.

Auf jeden Fall hat Sartre den Satz sicher nicht in 2016 gesagt, und es zeigt sich, dass wir Menschen in jeder Zeit gedacht haben, dass die Zeiten früher besser waren und dass es immer schlimmer wird. Wenn man sich an all den Schlagzeilen des Jahres orientiert, dann sieht es ja auch (mal wieder) so aus, als ob es schlimmer nicht werden könnte. Oder als ob wir es nicht aufhalten können, dass wir geradezu ins Chaos steuern. Den Rest des Beitrags lesen »

Robert Allen Zimmerman bekommt den Literaturnobelpreis 2016

In Allgemein on 13. Oktober 2016 at 21:01

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Civil Rights March on Washington, D.C. Entertainment: closeup view of vocalists Joan Baez and Bob Dylan, 08/28/1963 Source: [http://www.archives.gov NARA] – ARC Identifier: 542021 {{PD-USGov}}

Kennen Sie Robert Allen Zimmerman? Sicher kennen Sie ihn. Nur eben als Bob Dylan. Und dieser hat heute den Nobelpreis für Literatur erhalten. Was, ein Sänger und Liedtextschreiber, sorry entschuldigung, ein „Songwriter“ bekommt einen Literaturnobelpreis? Ja jetzt aber. Teile der heiligen schreibende Zunft, wahrscheinlich vertreten durch solche, die noch nie versucht haben einen Liedtext zu schreiben, empört sich darüber, dass der Nobelpreis an einen Sänger verliehen wurde. Apropos verliehen: Ich hab noch nie gesehen, wie sie ihn zurück gegeben haben.

Liebe „Juckplotz“ Verfolgerinnen und Verfolger, liebe Literaturbloggerinnen und -blogger, wie ist Ihre Meinung? Sollen die Musicpeople jetzt auch noch die Literaturpreise absahnen, oder sollen sie gefälligst in ihrem Bereich bleiben?

Sind Texte wie „Blowing in the Wind“ nicht Literatur ? Den Rest des Beitrags lesen »

Nipkow und das mechanische Fernsehen

In Allgemein on 26. Januar 2016 at 18:41

„Dass Fernseh bled macht?“ hat Kabarettist Matthias Richling schon 1983 als Thema seines Bühnenprogramms gefragt. Viele Sendungen bewegen sich heute in einem Aggregatszustand, der in der Chemie gar nicht vorhanden ist: Überflüssig.
Nichtsdestotrotz hat die „Glotze“ uns Menschen auch viel gebracht. Informationen sind schneller verfügbar geworden, Bilder kamen in Wohnzimmer, deren Bewohner sich keine Reisen leisten konnten.

Und heute wird das mechanische Fernsehen neunzig Jahre alt. Das muss man sich mal einfach auf der Zunge zegrhen lassen. Neunzig Jahre. Viele unserer Mitmenschen sind also noch zu einer Zeit auf die Welt gekommen, als es noch kein Fernsehen gab. Die haben die „Sendung mit der Maus“ noch sich vorlesen lassen müssen, „Löwenzahn“ selber pflücken und die „Voice of Germany“ hiess damals auch noch anders.

Um wieder auf die Basis zurück zu kommen. Heute vor – siehe oben – Jahren hat der Schotte John Logie Baird den „mechanischen Fernseher“ vorgestellt. Er strahlte zum ersten Mal ein mechanisches Fernsehbild aus. Ein Bild, das sich aus hellen und dunklen Punkten zusammensetzte, besser gesagt, vorher auseinandersetzte (über eine Lochscheibe) und nachher wieder über eine rotierende Lochscheibe zusammengesetzt wurde.

Das war am 26. Januar 1926. Den Rest des Beitrags lesen »

Beethoven hat Geburtstag

In Allgemein on 17. Dezember 2015 at 19:47

Als ich gerade meinen Rechner startete, und bei Google vorbei sah, wurde mir unübersehbar mitgeteilt, dass Ludwig van Beethoven 245 Jahre alt geworden ist. Ist er natürlich nicht, es ist nur sein 245. Gerburtstag. Trotzdem tat ich innerlich einen Hüpfer, denn mir fiel spontan was ein. Da der Hüpfer beim anschauen der Google Startseite kam, hatte ich also heute Abend quasi einen „Guglhupf“. Ach, da fällt mir ein, ich muss noch was essen (und trinken – wegen „Einstein“, dass der nicht wieder kommt). Also bis gleich.

Hier jetzt die Ursache des Guglhupfs: Nehmen wir mal an, unser Ludwig van B. wäre wirklich noch am Leben, durch irgendeine kosmische Konstellation oder so was ähnlichem wurde er nämlich  irgendwann im Oktober oder November 1826 aus Gneixendorf „weggebeamt“, wahrscheinlich geklont, und sein Klon wurde in Gneixendorf zurückgelassen, weil eben beim Klonen nicht der ganze Beethoven (mit allen Talenten und so) ins „Backup“ gepasst hat.

Beethoven original ist also mal ne Zeit irgendwo, wo es ihm ganz gut zu gehen scheint, anders als seinem Klon, der als „Beethoven“ am 26, März 1827 verstirbt.  Original Beethoven bekommt von wem auch immer alles, was er braucht. Er wird schnell ganz gesund und seine Ohrenoperation ist äusserst erfolgreich. Er kann wieder hören ! Aber irgend etwas ist schief gegangen: Beethoven bleibt einfach stehen. Altermässig. Er altert nicht mehr. Er bleibt moment: (2015-245+1826)*-1=56 Jahre alt. Und das ist, wenn es nicht viel anders ist, als 55 zu sein, ein tolles Alter. Den Rest des Beitrags lesen »

Reblog: Reformationstag und Halloween: zwei Feste – eine Botschaft

In Allgemein on 3. November 2015 at 23:11

Vielleicht etwas spät, aber ich fand den Artikel sehr interessant (gefunden bei Sylvia Kling – Literatur)

Quelle: Reformationstag und Halloween: zwei Feste – eine Botschaft

Herr WordPress gratuliert zum Geburtstag

In Allgemein on 1. Oktober 2015 at 21:24

Heute habe ich eine Mail von Herrn WordPress bekommen. Das ist der nette Herr, der mir hier den Platz zum Schreiben schenkt. Ohne dass er was von mir will. Ist sehr nett finde ich. Und dass er sogar an den Tag denkt, an dem ich mich auf seinem „Wortdruckraum“ breit gemacht habe. Das ist doch nun mal ne Kundenbindung. Er bietet mir zwar immer an, doch „Premiumkunde“ zu werden, aber wozu? So aufmerksam schon bei „Kassenpatienten“, dann würde ich das bei Premium doch gar nicht aushalten. Würde vielleicht übermütig werden, meinen ich sei was besseres als die anderen WordPress-Bewohner.
Also, vielen Dank Herr WordPress, hat mich sehr gefreut.
Da ich halt nur ein normaler Kunde bin, habe ich auch kein Geschenk bekommen, aber das ist ja auch nicht so wichtig. Habe also heute Abend meinem WordPress-Blog fünf Kerzen angezündet (in Wirklichkeit nur drei, zwei habe ich vor den Bildschirm gestellt, da haben sie sich gespiegelt, die dritte dann ein wenig ausserhalb. Die schiebe ich dann nächstes Jahr auch vor den Bildschirm), hab ne kleine Flasche Sekt aufgemacht (waren ja dann auch zwei…), und hab mit meinem WordPress angestoßen. Da muss ich sagen, dass vor fünf Jahren mein alter Bildschirm besser beim Anstossen geklungen hat. Die neuen Flachbildschirme haben einfach keinen Anstossklang (ich lasse das Wort patentieren – Anklang – Anstoss … ich nehme an was Anstoss und finde Anklang?)
Und dann bin ich ins Archiv. Ist ja bei weitem nicht mehr so staubig wie früher, wenn man in alten Schriften gekramt hat. Vielleicht erfindet mal jemand Digitalstaub, damit man auch merkt, dass man jetzt im Archiv wühlt.

Was habe ich also so vor fünf Jahren, im Oktober 2010 geschrieben? Den Rest des Beitrags lesen »

Schmetterling-Papillon-Butterfly

In Allgemein on 12. August 2015 at 22:31

Schmetterling Da sitzt er, der Schmetterling. Komisches Wort für ein Tier, das doch relativ lautlos durch die Gegend fliegt. Die Flügel mit Abermillionen von Schuppen bedeckt, eher Blütenstaub als Schuppen. Grazil, zerbrechlich, sanft. Und dann heißt sowas im Deutschen „Schmetterling“. Am Wochenende habe ich die örtliche Blasmusikkapelle über mehrere hundert Meter Entfernung gehört, als sie ihre Märsche „schmetterten“.
Wer kam auf die Idee, dieses Tier „Schmetterling“ zu nennen? „Schweberling“ oder so, wäre doch auch gegangen. Wobei auch das „ling“ noch sehr hart klingt. Da ist irgendwie das Englische „Butterfly“ schon besser, schöner. Wobei mir der Satz „Wirf mir mal die Butter rüber“ (oder im Schwäbischen „Schmeiss mr mol dr Butter rom“) in den Sinn kommt und das ganze „Butterfliegen“ doch dann wieder ganz nett Gewicht bekommt. Und ein „Butterling“ oder ne „Schmetterfly“ ist ja nicht unbedingt schwer.
„Papillon“, das klingt irgendwie leicht, unbeschwert.
Na also, haben es die Franzosen wieder richtig gemacht.

Falls noch jemand Esperanto kennt, die geplante europäische Einheitssprache; da heisst unser Tierchen „Papilio“

 

Zur Auswahl stehen auch noch vlinder (Afrikaans), flutur (Albanisch) ,Prajāpati (Bengalisch), sommerfugl (das ist nicht Bayerisch, das ist Dänisch), Alibangbang (Cebuano), Liblikas (Estnisch. nicht zu verwechseln mit dem Bayerischen „Leberkas“),petaloúda (Griechisch)
Auf Haiti heisst er Papiyon und auf Italienisch farfalla (aha, deshalb die Farfalle…)

Weitere Namen einfach bei Google suchen
http://bit.ly/1ILtKEM

10 Followers – finde ich toll

In Allgemein on 22. Juli 2015 at 00:00

Vielen Dank an die, die meinem Blog „Juckplotz“ folgen. Ich habe jetzt 10 „Followers“. Ich finde das toll. Andere mögen drüber lächeln,  denn viele haben 100 oder 1000 oder noch mehr, die ihnen „folgen“. Ich lächle nicht milde über die zehn, die meinem Blog folgen, die meine „Ergüsse“ lesen und vielleicht sogar gut finden oder kommentieren. Zehn Personen, die sich Zeit nehmen, etwas zu lesen.
Zehn Menschen, die vielleicht total verschieden sind. Wenn wir uns treffen würden,  hätten wir vielleicht schon Probleme,  ein gemeinsames Restaurant zu finden. Oder einen Kinofilm,  der uns allen gefällt.  Geschweige denn von dem Aufwand, ein gemeinsames Ziel für einen Wochenendurlaub zu finden.
Aber wir könnten schon mit einer Gruppenkarte die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Oder bekämen eine eigene Stadtführung, wobei da wieder die Frage wäre,  welche Stadt wir uns gemeinsam anschauen würden.
Ich habe noch ne Zehnerkarte fürs Freibad.  Die wäre auf einen Rutsch aufgebraucht. Aber ob wir zusammen ins Freibad wollen?
Aber mit zehn Leuten  wäre es zumindest möglich,  jeden persönlich kennen zu lernen. Keine Angst, ich komm jetzt nicht auf Besuch vorbei. Aber es ließe sich organisieren.
Bei hundert oder gar tausend Followern wäre das zumindest eine logistische Herausforderung.
Deshalb finde ich zehn eine tolle Zahl.
Und wer darüber lächeln möchte,  soll das tun. Ich mag lächelnde Menschen.
Ich seh ja jetzt nicht, wie sie lächeln und stelle mir einfach vor, dass „meine“ Follower lächeln,  weil ihnen mein Blog gefällt,  und die anderen, weil ich mich freue. Und die restlichen lächeln,  weil sie sooooo viel mehr Follower haben als ich.
Damit wären alle glücklich und zufrieden.  Und das ist doch schon mal was, oder?

Hitzeschreiben

In Allgemein on 4. Juli 2015 at 10:22

Summer FunEr schlägt zu, der Sommer. Er rächt sich bei all denen, die beim „offiziellen“ Sommeranfanfang schon vorausgesagt haben, dass es dieses Jahr keinen Sommer geben wird. Ok, ein paar Schweißperlen und aufgeplatzte Autobahnen machen noch nicht wirklich einen Sommer. Und ein paar verbrannte Fußsohlen, die sich ein Mopedfahrer zugezogen hat, weil er die beim Bremsen(!) – die eigentlichen Bremsen am Motorrad funktionierten nicht – verlorenen Flip Flops barfuß vom Straßenasphalt einsammeln wollte, sind wahrscheinlich eher ein Indiz menschlicher Unzulänglichkeit als ein sicheres Zeichen für einen langanhaltenden Sommer; wobei eben diesr Mopedfahrer bestimmt längere Erinnerung an diese heißen Tage hat als manch anderer von uns.
Die Arbeitswoche hat für den Großteil der Bevölkerung ein Ende und Wochenende ist angesagt. Die Temperaturen können durchaus ausgehalten werden. Die Hardcores unter uns werden irgendwo draussen im Standby rumliegen, andere endlich den Keller aufräumen. Jeder genießt auf andere Art. Manche sind froh, dass sie statt auf das kalte Mistwetter endlich mal auf die irre Hitze schimpfen können,  da ein monosubjektives Schimpfen langsam auch langweilig wird. Wir können auch über die Bahn schimpfen, daß die Klimaanlagen schon wieder nicht fu ktionieren. Wir können die Bahn aber auch in Schutz nehmen, weil es ja geheißen hat, es werde dieses Jahr nicht warm. Genau so verhält es sich ja auch mit unseren Straßen.  Sollen sie jetzt gegen Frost oder Hitze resistent sein?
Im Prinzip ist Hitze gleichbedeutend mit Kälte.  Und deshalb ist diese Woche auch ein Regionalzug der Deutschen Bahn ausgefallen.  Auf den elektronischen Hinweistafeln stand: „Fällt aus wegen Eis und Schnee“
Schönes Wochenende wünsche ich.