juckplotz

Weltradiotag

In Allgemein on 13. Februar 2017 at 20:25
Vor fünf Jahren hat die UNESCO den 13. Februar zum Weltradiotag erklärt. Mit dem Welttag des Radios soll auf die Bedeutung dieses Mediums aufmerksam gemacht werden. Laut UNESCO wären viele Menschen von Informationen abgeschnitten.
Heute werden wieder die Staaten aufgefordert, den Zugang zum Radio sicherzustellen und auch die internationale Zusammenarbeit der Radiosender zu fördern.
Der „Tonrundfunk“ startete in Deutschland im Oktober 1923. Und trotz Internet und Streaming ist das Radio auch heute noch das primäre Medium. AUch wenn viele Menschen den Fernseher als „Hintergrund“ laufen haben, wen die MP 3 Player in den Autos die Lieblingsmusik wiedergeben oder die angesagtesten Videos über das Internet angeschaut werden; Radio hat seinen Platz. Und es ist im Zeitalter der „Lügenpresse“ und „Fake News“ noch immer das Medium, dem am meisten getraut wird.
Täglich hören mehr als 54 Millionen Menschen in Deutschland Radio. Angereichert mit Informationen im Internet, der Möglichkeit, Sendungen bei Bedarf nochmals als „Podcast“ zu hören, haben die Bandbreite des Hörfunks erweitert.

1980 sangen die Buggles, dass Video das Radio umgebracht hätte. „Video killed the Radio Star“, als Auftakt des MTV Senders als erstes Musikvideo gezeigt, läuft heute jedoch öfters im Radio als im Musik TV.

Radio ist für uns alle so selbstverständlich geworden, dass wir es wahrscheinlich erst vermissen würden, wenn kein Ton mehr aus den Lautsprechern kommen würde.
Während ich dies schreibe, läuft im Hintergrund Musik und ich erfahre, wie Schuhe in das Leben der Italiener bestimmen.

Und schon Marilyn Monroe hatte das Radio an….

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  1. und was höre ich da im Radio?
    Men are like shoes ?

    Gute Nacht 😉

  2. Es ist wie immer … das Gute, das ist, erhalten, und mit Gutem, das kommt, ergänzen. Handeln und verantworten, muss jeder selbst.

  3. Hat dies auf Zacharias Zorngiebel rebloggt und kommentierte:
    Die Forderung, Radio zugänglich zu machen, kann und darf nicht vor Grenzen und auch vor Extremsituationen halt machen.

    Wir haben uns inzwischen daran gewöhnt, dass auch in Europa wieder Kriege¹ stattfinden. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst, dafür braucht kein einziger Schuss abgegeben zu werden. Woher nimmt man verläßliche Informationen?

    Bei Katastrophen größeren Ausmaßes ist die Kommunikation und auch der Radioempfang über UKW oft unmöglich², Informationen für die Bevölkerung sind jedoch oft lebenswichtig.

    Die Rundfunkanstalten schalten europaweit Kurzwelle (KW) und Mittelwelle (MW) ab. Auch der analoge Hörfunk auf Ultrakurzwelle (UKW) wird zurückgefahren und teilweise ganz abgeschaltet. Ersatz ist, bzw. wird sein, das Digitalradio DAB+ auf UKW.

    Die Reichweite von UKW ist sehr gering. Im Gegensatz können MW meist europaweit und KW weltweit empfangen werden. Das fällt nun weitgehend weg.

    Das Internet ist zwar das Maß aller Dinge, aber es ist sehr leicht zu stören. So können einzelne Websites blockiert werden, aber auch ganze Gebiete und Ländergruppen. Aus europäischen Kriegsgebieten höre ich, dass das Internet oft komplett und langfristig ausfällt.

    Wie kommen Betroffene an Informationen? Der Zugang zum Radio ist nicht mehr gegeben.

    Noch wäre es nicht zu spät, wenn die UNESCO über die UNO aktiv würde, um wenigstens eine Notversorgung sicherzustellen.

    ———
    ¹ Dazu rechne ich offizielle Kriege, inoffizielle Kriege, Bürgerkriege, kriegerische Auseinandersetzungen usw.

    ² Schon bei der »relativ übersichtlichen« Großlage wie dem Oderhochwasser vor Jahren war die Kommunikation über einen nicht geringen Zeitraum unmöglich bzw. unsicher.

    • Danke für den Kommentar, den ich aus technischer Sicht nicht bewerten kann, weil mir da einfach der Zugang zu dieser Technik fehlt.
      In wie weit die UNO/UNESCO eine Notversorgung sicherstellen soll, weiss ich nicht. Und dass Medien, egal welcher Art, gerne als Mittel für extreme Regierungsformen herangenommen werden, ist leider auch eine Tatsache. Ich weiss noch aus Zeiten, als es „Piratensender“ in Deutschland gab, die von irgendwelchen Kuttern gesendet haben, damit sie als „bewegliche Ziele“ nicht so einfach zu orten waren. Dies ist meiner Meinung nach über das Internet schwerer geworden. Den Kräften, die die Information unterbinden wollen, bleibt dann meist nur „das Internet“ abzuschalten, wobei findige Hörer irgendwie wieder an die Infos kommen.
      Aber ich bin einer Meinung, dass KW und MW, auch wenn die Tonqualität nicht die Beste ist, ein Mittel sind, über weite Strecken mit relativ einfachen Empfangsgeräten Informationen zu empfangen
      Leider gibt es kaum mehr Empfangsgeräte. Somit müsste man neben der „sendenden Notversorgung“ auch auf der Empfangsseite für eine Notversorgung die Voraussetzungen schaffen

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