juckplotz

Archive for 2017|Yearly archive page

www – wir werden wählen

In Allgemein on 18. September 2017 at 11:26

Am Sonntag, den 24.September 2017 ist es soweit. Einmal mehr sind wir Bürger der Bundesrepublik Deutschland aufgefordert, zu wählen.
Den 19. Deutschen Bundestag. Nicht den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin. Musste hier mal gesagt werden.
Mehr als 40 Parteien stellen sich zur Wahl. Und alle diese Parteien können demokratisch gewählt werden.
Sie haben die Zulassung erhalten, und sie gehören in die Vielfältigkeit unserer Demokratie.
Dass manche von uns die eine oder andere Partei lieber nicht in der Wahlliste sehen möchte, ist verständlich, darf aber nicht dazu führen, dass man Wahlplakate abreisst oder gar die Parteimitglieder, Wahlhelfer etc. „angeht“.
Weder mit Buhrufen, noch mit Trillerpfeifen, noch durch das Werfen irgendwelcher zum Wurfgeschoss umgewidmeter Nahrungsmittel. Und erst gar nicht durch Morddrohungen.

Über vierzig Parteien stellen sich zur Wahl. Und jede hat ein Konzept, ein Wahlprogramm. Wir können am Sonntag die Partei wählen, die unserer Einstellung, unseren Vorstellungen am ehesten entspricht.
Wir können wählen. Demokratisch.
Und das bedeutet, dass am Ende die Parteien in den Bundestag kommen, die von den Bürgern die meisten Stimmen bekommen haben. Ob es einen Ruck gibt, eine Veränderung, das bestimmen die Wähler. Den Rest des Beitrags lesen »

Advertisements

Afghanistan ist sicher – Sicher?

In Allgemein on 1. September 2017 at 19:35

Da sind Kinder und Jugendliche aus Afghanistan geflohen. Das Wort geflohen ist wichtig. Nicht ausgewandert. Oder für ein FSJ mal ein Jahr weggegangen. Oder ein Jahr Australien, NewYork oder was auch immer. Geflohen aus einem Land, vor dem das Auswärtige Amt warnt, weil es zu unsicher ist. Zu unsicher für Deutsche, aber scheinbar sicher genug für Menschen, die vor einiger Zeit aus Angst aus ihrem Heimatland geflohen sind. In ein Land, in dem sie erst mal Sprache und Gepflogenheiten zumindest ansatzweise lernen mussten. Junge Menschen, die nichts anderes als Terror und Gewalt in ihrem Leben erfahren und gesehen haben. Den Rest des Beitrags lesen »

Mein Gewissen schmerzt mich noch immer, dass ich nicht mehr tun konnte

In Allgemein on 12. August 2017 at 19:04

Diesen Satz sagte vor zehn Jahren eine Frau, die ihr Leben einsetzte, um andere Leben zu retten. Von einer Frau, die rund 2500 Kinder aus dem Warschauer Ghetto vor dem sicheren Tod rettete.
Diese Frau wurde 2007 für den Friedensnobelpreis nominiert, den dann am Ende Al Gore für einen Film erhalten hat, der die Welt bezüglich der Klimaerwärmung aufrütteln sollte.

Al Gore war Vizepräsident der Vereinigten Staaten von Amerika, deren heutige Regierung aus dem Klimaschutzabkommen aussteigt und die mit „America First“ zeigt, dass wirtschaftliche Interessen (heute) wichtiger sind als alles andere.

Irena Sendler, von der ich hier ein wenig berichten möchte, hat also nicht den Friedensnobelpreis bekommen. Bescheiden, wie sie war, hätte sie bestimmt gemeint, dass sie ihn nicht verdient hätte.
Kurz vor ihrem Tod wurde sie vom Parlament in Warschau zur nationalen Heldin ernannt. Der damalige Präsident Lech Kacynski bezeichnete sie als “ Symbol für alle Polen, die während der Besatzung durch die Nazis ihr eigenes Leben riskiert hätten, um das vieler Juden zu retten“. Und:“Sie verdient großen Respekt von der gesamten Nation.“ Den Rest des Beitrags lesen »

The Piper wird Siebzig

In Allgemein on 10. August 2017 at 20:23

Happy Birthday Ian Anderson !!
Heute feiert der legendäre Frontmann der Band „Jethro Tull“ seinen siebzigsten Geburtstag. Jethro Tull, die Band aus Schottland mit Ian Anderson als flötender Frontmann im Storchenschritt; keiner spielt die Querföte so „dreckig“ wie Ian Anderson. Zum meiner Genugtuung haben alle mir verhassten Musiklehrer immer Magenweh bekommen, wenn sie Ian Anderson flöten hörten. Und einmal im Jahr vor den Sommerferien durften wir Schüler die Musik im Musikunterricht abspielen, die uns gefällt. Und da mussten Beethoven, Mozart und „Bands“ wie die Wiener, Berliner und sonstige Philharmoniker gegenüber den richtigen Freaks wie Jethro Tull sich regelmässig geschlagen geben.

Ian, ich bin so froh, dass Du frustriert das Gitarrenspiel aufgegeben hast, als du Eric Clapton gehört hast, und auf die Flöte umgestiegen bist

Herzlichen Glückwunsch. Mögest Du noch lange „Too young to Die“ sein.

Heute Abend ist bei mir Jethro Tull Abend

Hilflos – Traurig – Wütend – Aufrecht

In Allgemein on 24. Mai 2017 at 16:35

Im Angesicht der Gräueltat in Manchester, stehe ich wieder da – hilflos und traurig, aber auch wütend. Ich stehe so da, wie damals bei den Anschlägen in Paris, Nizza, London, Berlin… – und in Afghanistan, Syrien, Thailand, Afrika…

Ich stehe da, fühle Trauer. Trauer, weil Menschen einfach so ermordet wurden. Menschen, die der Mörder nicht kannte, Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Trauer, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun können.

Ich stehe da und bin wütend. Wütend über die, die schon wieder alles besser wissen. Über die, die (vielleicht zu Recht?) beklagen, dass das alles nur auf die kapitalistische Ausrichtung unserer westlichen Welt zurückzuführen ist. Über die, die wieder in den ewig gleichen Sätzen ihr Mitgefühl ausdrücken, aber im nächsten Moment sich wieder von den politischen Mächten missbrauchen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

„Salmei, Dalmei, Adomei“ – Zum Tod von Geoffrey Bayldon

In Allgemein on 13. Mai 2017 at 10:31

„Vorsicht! Menschen, die sich heute noch mit den Stars ihrer Kindheit beschäftigen, leben genauso gefährlich wie die, die sich immer nur um den Augenblick kümmern.“
Geoffrey Bayldon

Ein  ziegenbärtiger Hexenmeister versucht im Jahre 1066, durch Einnahme eines Zaubertranks zu fliegen.
Statt zu fliegen, muss er jedoch auf der Flucht vor den Normannen in einen Fluss springen. Und als richtiger Hexenmeister spricht er dabei einen Zauberspruch, der sich jedoch anders auswirkt, als gedacht. Hexenmeister Catweazle findet sich in einem morastigen Sumpfloch wieder – und im Jahre 1970.
Aus dieser Zeitreise in die Zukunft haben sich in den 1970er Jahren zwei Staffeln mit je 13 Folgen entwickelt, in denen der Schauspieler Geoffrey Bayldon den kauzigen Hexenmeister spielte, der verständliche Angst vor Traktoren und dem „Elektrik-Trick“ hatte. Den Rest des Beitrags lesen »

Send Se m’r ned bees

In Allgemein on 5. April 2017 at 21:33

… auf hochdeutsch „Seien Sie mir nicht böse“

Die letzten Wochen habe ich mich rar gemacht. Sowohl beim Blogbeiträge lesen als auch beim Schreiben. Und natürlich auch beim „Gefällt mir“ klicken. Oder beim Kommentieren. Es ist einfach gerade ein wenig Leere im Hirn. Aber es ist noch Hirn im Kopf. Also bei mir hilft es, den Kopf einschalten, weil Hirn vorhanden ist. Ich sage das, weil ich letztens den folgenden Spruch gehört habe:
„Beim Kopf ist es wie mit einer Lampe…. die kann man einschalten, so oft man will, wenn keine Glühbirne drin ist, wird sie nie funktionieren“
Übrigens, Glühbirne ist das Wort des 20. Jahrhunderts, welches heute durch „Leuchtmittel“ ersetzt wurde.
Vielleicht wurde im 21. Jahrhundert auch „Hirn“ durch irgendwas ersetzt ? Manchmal könnte man es meinen.  Den Rest des Beitrags lesen »

Valentinstag oder: Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.

In Allgemein on 14. Februar 2017 at 20:34

Der Herr Valentin ist nicht der Herr Walentin, sondern der Herr Falentin, denn es heißt ja auch nicht, man hat einen Wogel, sondern einen Vogel.
Mit diesem Satz, der so oder so ähnlich von einem gesagt wurde, der zum Nachnamen Valentin hieß, und am 9. Februar 1948 gestorben ist, beginnt hiermit mein „alternativer Valentinstagartikel“.

Vor vielen Hunderten von Jahren gab es  christliche Märtyrer namens Valentinus, entweder einer aus Terni oder der andere aus Viterbo. Diese wurden enthauptet und dadurch zu Märtyrern. Im Jahre 469 wurde der Gedenktag von Papst Gelasius I. für die Kirche eingeführt und 1969 aus dem römischen Generalkalender gestrichen.
Das weiss aber kaum einer, und irgendwann wurde der Valentinstag der „Sanierungstag der Blumenhändler“, was er heute auch nicht mehr ist, da man am Valentinstag sich gegenseitig alles Mögliche schenkt.
Ich schenke meiner Leserschaft heute einen anderen Valentin – zumindest ein Gedenken an ihn.
Karl Valentin, der mit seiner Partnerin Liesl Karlstadt auch Jahrzehnte nach seinem Tod in manchen Köpfen noch „rumgeistert“. So auch in meinem….
Den Rest des Beitrags lesen »

Weltradiotag

In Allgemein on 13. Februar 2017 at 20:25
Vor fünf Jahren hat die UNESCO den 13. Februar zum Weltradiotag erklärt. Mit dem Welttag des Radios soll auf die Bedeutung dieses Mediums aufmerksam gemacht werden. Laut UNESCO wären viele Menschen von Informationen abgeschnitten.
Heute werden wieder die Staaten aufgefordert, den Zugang zum Radio sicherzustellen und auch die internationale Zusammenarbeit der Radiosender zu fördern.
Der „Tonrundfunk“ startete in Deutschland im Oktober 1923. Und trotz Internet und Streaming ist das Radio auch heute noch das primäre Medium. AUch wenn viele Menschen den Fernseher als „Hintergrund“ laufen haben, wen die MP 3 Player in den Autos die Lieblingsmusik wiedergeben oder die angesagtesten Videos über das Internet angeschaut werden; Radio hat seinen Platz. Und es ist im Zeitalter der „Lügenpresse“ und „Fake News“ noch immer das Medium, dem am meisten getraut wird.
Täglich hören mehr als 54 Millionen Menschen in Deutschland Radio. Angereichert mit Informationen im Internet, der Möglichkeit, Sendungen bei Bedarf nochmals als „Podcast“ zu hören, haben die Bandbreite des Hörfunks erweitert.

1980 sangen die Buggles, dass Video das Radio umgebracht hätte. „Video killed the Radio Star“, als Auftakt des MTV Senders als erstes Musikvideo gezeigt, läuft heute jedoch öfters im Radio als im Musik TV.

Radio ist für uns alle so selbstverständlich geworden, dass wir es wahrscheinlich erst vermissen würden, wenn kein Ton mehr aus den Lautsprechern kommen würde.
Während ich dies schreibe, läuft im Hintergrund Musik und ich erfahre, wie Schuhe in das Leben der Italiener bestimmen.

Und schon Marilyn Monroe hatte das Radio an….

Werden wir Gleichgültig?

In Allgemein, Lyrik on 13. Februar 2017 at 06:00

»Ich habe immer daran geglaubt, daß das Gegenteil von Liebe nicht Haß ist, sondern Gleichgültigkeit.

Das Gegenteil von Glaube ist nicht Überheblichkeit, sondern Gleichgültigkeit.

Das Gegenteil von Hoffnung ist nicht Verzweiflung, es ist Gleichgültigkeit.

Gleichgültigkeit ist nicht der Anfang eines Prozesses, es ist das Ende eines Prozesses.«

Elie Wiesel
Erinnerung als Gegenwart