juckplotz

Fès – Marokko

In Allgemein on 7. März 2016 at 23:27

Teleboutique

Heute möchte ich eine neue Art meiner JuckPlotz Beiträge beginnen. Da ich, zumindest für meine Begriffe, viel unterwegs bin und auch gerne fotografiere, haben sich bei mir einige Bilder auf der Festplatte gesammelt. Diese möchte ich in loser Folge hier teilen.
Heute habe ich auf Flickr ein Album angelegt, in welchem ich meine Eindrücke der Stadt Fès in Marokko festgehalten habe.

Wer Lust hat, folgt einfach diesem Link Fès-Maroc

Viel Spass
à vendre no 29

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  1. Echt super. Ganz tolle Bilder!

  2. Danke für den Artikel. Mir fallen von meiner letzten Marokko im Jahre 2007 zwei irgendwie lustige Episoden aus Fes ein:Abseits vom Touristenrummel liegt das sogenannte andalusische Viertel, hier spielt sich ursprüngliches nordafrikanisches Leben ab. Auf dem Weg dorthin laufen Renate und ich durch verschlungene Gassen, müssen schwer bepackten Maultieren ausweichen, überqueren den Ouet Fes, einen Platz welcher völlig vermüllt ist und passieren die Andalusische Moschee. Vor uns ragt das Bab Ftoub auf, hinter diesem Stadttor liegt das Viertel, welches einst von den Bewohnern der Stadt gemieden wurde, hier lebten die Leprösen, Diebe und Geisteskranken. Ein Nachfolger der Langfinger hat es offensichtlich auf meinen Fotoapparat abgesehen, welchen ich in einer am Gürtel befestigten Tasche verstaut habe. Er drängelt sich an mir vorbei, ohne dass es einen Grund dafür gäbe, und ich spüre einen Ruck, packe den jungen Burschen an der Jacke und werfe ihn in einen Haufen Schuhkartons vor einem Laden. Aus den Pappschachteln blicken mich die verdutzten schwarzen Augen eines Unschuldslammes an. Als ich das Wort Police zische, macht er sich flugs aus dem Staub. Wir laufen hinauf zum Friedhof mit den weißen Grabsteinen in deren Mitte das Grabmal des Heiligen der Irren und Studenten steht, kein Witz. Umgeben von einer Schar von Kindern schauen wir in den von der untergehenden Sonne blutrot gezeichneten Himmel. Ihr entgegen fliegen Schwärme von Küstenseeschwalben auf ihrem Weg von der Antarktis in den arktischen Sommer.
    Im Viertel der Gerber sind wir wieder unter unseresgleichen, Touristengruppen drängeln sich durch die Gassen. Gerne lassen wir uns von einem Schlepper auf das Dach eines Ladens führen und blicken auf die riesigen Bottiche in welchen Arbeiter in menschenunwürdigen Bedingungen schuften. In den mit Kalk gefüllten Behältern wird das Fell vom Leder gelöst, die anderen Gefäße enthalten die Farben, angeblich rotes Henna, gelben Safran, blauen Indigo, keine Chemie? Es riecht bestialisch. Nur schauen, nichts kaufen, versichert man uns im Geschäft. Wir verlassen den Laden mit zwei Sitzkissen, einem Gürtel und einer riesigen Reisetasche, alles aus Kamelleder. Die Reisetasche ist als Geschenk für unseren Andreas gedacht, der in London arbeitet und öfters auf Dienstreise muss, gerade das Richtige für einen Geschäftsmann denken wir. Als wir abends in unserer Pension ins Bett gehen wollen, überrascht uns ein penetranter Geruch. Es dauert nicht lange, bis wir feststellen, dass der Gestank von der Kamelledertasche ausgeht. Selbst als wir diese in den Schrank verbannen, verschwindet der Mief nicht völlig aus unseren Nasen. Am nächsten Tag google ich im Internet und finde bald eine einschlägige Seite und diese besagt, dass Kamelleder, welches nicht richtig behandelt wurde, für immer den unangenehmen Geruch beibehalten wird. Einige Tage später fasse ich mir im malerischen Städtchen Chefchaouen, vor einigen Jahren noch eine verbotene Stadt für Nichtmuslime, ein Herz und gehe mit dem Luder von Tasche auf den Bazar. Nach hartnäckigem Feilschen tausche ich sie gegen eine kleine Aktentasche und einen bunten Flacon, muss noch 200 Dirham drauf legen und fühle mich fast wie Hans im Glück, aber ich habe letztendlich wenigstens noch etwas in den Händen, während Hänschen am Ende froh war, als er sich am Ende des Mühlsteines entledigen konnte, anfangs hatte er einen Goldklumpen besessen.

  3. Jetzt erst entdeckt. Schöne Bilder. Da krieg ich wieder Fernweh, denn ich liebe middle east, den Orient. Die Geräusche, die Gerüche , das Licht, das Treiben. Danke! Kat.

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