juckplotz

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Nipkow und das mechanische Fernsehen

In Allgemein on 26. Januar 2016 at 18:41

„Dass Fernseh bled macht?“ hat Kabarettist Matthias Richling schon 1983 als Thema seines Bühnenprogramms gefragt. Viele Sendungen bewegen sich heute in einem Aggregatszustand, der in der Chemie gar nicht vorhanden ist: Überflüssig.
Nichtsdestotrotz hat die „Glotze“ uns Menschen auch viel gebracht. Informationen sind schneller verfügbar geworden, Bilder kamen in Wohnzimmer, deren Bewohner sich keine Reisen leisten konnten.

Und heute wird das mechanische Fernsehen neunzig Jahre alt. Das muss man sich mal einfach auf der Zunge zegrhen lassen. Neunzig Jahre. Viele unserer Mitmenschen sind also noch zu einer Zeit auf die Welt gekommen, als es noch kein Fernsehen gab. Die haben die „Sendung mit der Maus“ noch sich vorlesen lassen müssen, „Löwenzahn“ selber pflücken und die „Voice of Germany“ hiess damals auch noch anders.

Um wieder auf die Basis zurück zu kommen. Heute vor – siehe oben – Jahren hat der Schotte John Logie Baird den „mechanischen Fernseher“ vorgestellt. Er strahlte zum ersten Mal ein mechanisches Fernsehbild aus. Ein Bild, das sich aus hellen und dunklen Punkten zusammensetzte, besser gesagt, vorher auseinandersetzte (über eine Lochscheibe) und nachher wieder über eine rotierende Lochscheibe zusammengesetzt wurde.

Das war am 26. Januar 1926. Den Rest des Beitrags lesen »

Wechstaben verbuchselt

In Allgemein on 25. Januar 2016 at 22:06

Oder: Wie aus einem vegetarischen Gericht etwas unmoglich Essbares wird.

Ich liebe es, Buchstaben oder Silben auszutauschen. Einfach so. Nicht annähernd so perfekt, wie die beiden bei „Tuten Gag“ in SWR3, sondern einfach so. Da wird einem Burostuhl ein Stürobuhl und aus einem Kleiderschrank ein Schreiderklank. Zugegebenermaßen nicht sehr hochgeistig. Aber es macht Spass. Wenn man dann eine Kusfahrbarte löst, oder ins Bimmschwad geht. Ok nicht jetzt. Jetzt eher auf die Pischiste. Oder auf die Bittschluhschahn.
Ok genug der Sportwielereien. Was ich sagen wollte: Den Satz „das hast du aber geschickt eingefädelt“ verwende ich schon lange nicht mehr bei diesem Spiel…
Aber heute wurde mein doch sehr vegetarisches Abendessen zu einem neuen kulinarischen Genuss. Kässpatzen kennt bestimmt jeder, oder? Und mabchmal sagt man auch „Kasspatzen“. Und ich heute nachmittag sage ich zu meinen beiden Kolleginnen, als die sich über das Abendessen unterhalten,  dass ich mir heute Abend Spasskatzen brate. Ungläubige Gesichter, auch noch, als ich beschwichtigend „Späskätzle“ sage. Ich habe das Gefühl,  die beiden stellen sich wirklich vor, dass ich Katzen brate, wenn auch kleine. Nur, woran erkennt man eine  Spasskatze?

2016-Das Jahr der (Wort)Hülsenfrüchte?

In Allgemein on 12. Januar 2016 at 17:33

Nun haben wir es auch erfahren: Die UN haben das Jahr 2016 als das „Jahr der Hülsenfrüchte“ ausgelobt. Warum? Die Gründe dafür kann man hier nachlesen

http://www.un.org/Depts/german/gv-68/band1/ar68231.pdf
Nun will ich die Notwendigkeit, Hülsenfrüchte mehr ins Bewusstsein der Menschen zu bringen, nicht in Frage stellen, da ich denke, dass die UN sich da schon Gedanken gemacht hat.

In meinem Kopf schwirren dagegen andere Assoziationen herum, die mit dem Wort „Hülse“ sich beschäftigen. Mit dem Wort „Hülse“…? , also dann mit „Worthülse“? Gibt es auch „Worthülsenfrüchte“? Bringen Worthülsen auch Früchte?
Brauchen wir Hülsen, um Worte darin zu verpacken? Oder sind die Worte die Hülsen, die einem suggerieren, dass hinter den Worten etwas steckt?
Meist wird doch unter „Worthülse“ ein Wort verstanden, das eigentlich nichts aussagt. Ganz im Gegensatz zu den Hülsenfrüchten, die die UN als sehr wichtig in der Nahrungskette einstuft. Also kein „Junk Food“, keine Nahrung, die nur für kurze Zeit Sattheit vorgaukelt.

Und unsere Worte? Hülsen oder Früchte? Den Rest des Beitrags lesen »

50

In Allgemein on 10. Januar 2016 at 10:08

Statue Vigelandsanlegget Oslo

Da sitze ich heute vormittag bei schönstem Wintersonnenfrühlingswetter am PC und mache im Urlaub meine Geschäftsmails und dann höre ich den folgenden Song im „Radio“ – eigentlich auf meinem „Medien Server“ (wusste gar nicht, dass das Lied da drauf ist)
Und da dachte ich, ich muss den Liedtext mal zitieren, für alle „50 und darüber“ (also auch für mich)

Und dann kneifen wir uns in den Arm und stellen fest: „Wir leben noch !!!!“
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Die Eltern hatten Angst vor mir, dachten, ich sei Kommunistin

In Allgemein on 9. Januar 2016 at 06:00

Dresden 07 2008 135 (2684499251)

Joan Baez Juli 2008 in Dresden Foto: Ralf Schulze, Koblenz CC BY2.0


Ich bin im Geburtstagsmodus. Dies gleich mal als Entschuldigung vorab. Aber heute hat jemand Geburtstag, der noch lebt, und die letztes Jahr ein tolles Interview gegeben hat. Ein lesenswertes Interview, in welchem ich viele Parallelen zu unserer jetzigen gesellschaftlichen Situation sehe

All the best and many happy returns of this day, dear Joan Baez

 

http://www.welt.de/kultur/pop/article140800816/Hashtags-erleichtern-nur-unser-Gewissen.html

Ein Image und ein Mensch sind zweierlei

In Allgemein on 8. Januar 2016 at 14:41
Elvis Strassenkünstler in Las Vegas

Elvis Strassenkünstler in Las Vegas

»Ein Image und ein Mensch sind zweierlei.
Es ist verdammt schwer, einem Image gerecht zu werden.«

– Elvis Presley auf einer Pressekonferenz im Jahr 1972

Elvis Aaron Presley würde heute 81 Jahre alt. Ok, es gibt viele, die heute einundachzig werden, oder werden würden, wären sie nicht schon tot. In manchen Blogs habe ich auch schon gelesen, dass es den Menschen auf die Nerven geht, wenn man über Geburtstage oder das Ableben von „Promis“ berichtet. Es stimmt, jeden Tag wird jemand geboren, hat jemand Geburtstag oder stirbt jemand. Und nur einige wenige werden dann in Blogs, Sondersendungen etc. bedacht. Trotzdem finde ich es interessant, sich hin und wieder mit solchen Menschen zu beschäftigen. Den Rest des Beitrags lesen »

Kreisverkehr

In Allgemein on 7. Januar 2016 at 15:22

Leave The CircleVor einiger Zeit habe ich dieses Bild bei einem „Photowalk“ aufgenommen. Ein „Photowalk“ ist im Grunde nichts anderes als ein Spaziergang mit dem Ziel, Bilder zu machen. Und da ich mich meistens schwer aufraffe, die feste Burg meines Heimes zu verlassen (nicht weil ich Angst hätte, sondern weil die innere Schwerkraft meistens gewinnt), ist so ein Aufruf über das Netz zu einem Photowalk ein willkommener „Anschub“.

Verlasse den Kreis – Leave the Circle; diese drei Worte können so viel bedeuten, wenn man darüber nachdenkt. Ich denke, jeder hat Kreise, in denen er sich bewegt, mal gern, mal eher aus Zwang. Welche Kreise brauche ich, um „rund“ zu laufen, welche lassen mich immer wieder in den gleichen Trott zurück fallen. Um was kreisen meine Gedanken, mein Leben? Was passiert, wenn ich den Kreis verlasse?

Spannende Fragen, die einem zu diesem Graffiti einfallen. Ob einem dann auch Antworten einfallen?
Bin auf die Kommentare gespannt…