juckplotz

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„Ich habe in zwei Diktaturen gelebt…“

In Allgemein on 30. September 2015 at 20:00

„… die erste habe ich gemocht und erst später gemerkt, dass das ein Schweineregime war. Die zweite habe ich von Anfang an gehasst.“

Das sagte Hellmuth Karasek  in der Deutschen Welle am 3. Januar 2014.
Gestern ist Hellmuth Karasek gestorben. Schriftsteller, Literaturkritiker und Mitglied des „Literarischen Quartetts“. Die Wiederauflage dieser Sendereihe kann Karasek nicht mehr mitbekommen. Sie startet am 2. Oktober wieder im ZDF.

Wie immer verweise ich auch andere Artikel im „Web“, welche Karaseks Werdegang weit besser beschreiben, als ich es kann. So sein hier der Einfachheit halber der Wikipedia Artikel genannt.

Es ist irgendwie erstaunlich, dass man erst nach dem Tod eines Künstlers wieder mehr auf ihn aufmerksam wird. Das passiert mir regelmässig, wenn Sänger, Schauspieler, oder wie jetzt, Schriftsteller sterben.

Ich habe das Buch „Soll das ein Witz  sein“ von Karasek „angelesen“. Ich werde es nochmals mir vornehmen und es zu Ende lesen.

„Wer sich erinnert, erfindet sich noch einmal“, beginnt Karasek seine Memoiren in „Auf der Flucht“.

In diesem Buch beschreibt er seine Kindheit in Brünn (Brno), auch seine Flucht in den Osten Deutschlands und von da dann in die Bundesrepublik.
Ich denke, ich werde mir dieses Buch auch noch zulegen.

Pegida in Dresden und der einst stolze Sachse

In Allgemein on 23. September 2015 at 19:34

Meistens schreibe ich meine Artikel selbst, aber hier halte ich es für sinnvoll, die Meinung von Sylvia Kling zu rebloggen. „Pegida“ ist nicht das Volk und „Pegida“ ist nicht Dresden – und auch nicht Sachsen. Aber wenn wir nicht wollen, dass „Pegida“ als die Stimme des Volkes gesehen wird, dann sollten wir auch hin und wieder – überlegt – den Mund aufmachen.

„Pegida in Dresden Flüchtlingskrise beschert Bewegung weiter Zulauf
21.09.2015 21:15 Uhr

Zu Spitzenzeiten waren es 20.000 Menschen, die die islamkritische Pegida-Bewegung in Dresden mobilisieren konnte. Jetzt sind es rund 7500. Doch mit dem Anhalten der Flüchtlingswelle werden es wieder mehr.“

Weiter geht es hier entlang zum Artikel:

http://www.mdr.de/nachrichten/pegida-dresden-legida-leipzig

Ja, ist das denn die Möglichkeit?
Herr Bachmann ist wieder da! Das ist mir bisher entgangen. Gestern bezeichnete Bachmann die Flüchtlinge also als „Invasoren“ und die Poltiker als „Straftäter“.

„Wir sind das Volk“ – es tönt schwachbrüstig in meinen Ohren. Die Demagogie Bachmanns schreit zum Himmel und die Sachsen, dieses einst für seinen Stolz, seine Gemütlichkeit und Eigenständigkeit bekannte Volk, rennt dem Bachmännelchen hinterher und plärrt Volksparolen. Sie nehmen teilweise sogar die Kinder mit. Was erwartet uns da noch in der Zukunft, wenn diese Kinder erwachsen sind, kleine Bachbachmännchen?

Was sehe ich denn da? Sie haben auch Plakate in der Hand.
Kleinen…

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Verantwortung übernehmen durch Rücktritt ?

In Allgemein on 23. September 2015 at 19:20
VW Käfer

VW Käfer Foto: © J.Wagner

Die Vorgänge im Volkswagen Konzern haben den Ausschlag gegeben zu diesem Artikel. Wobei die Gedanken jetzt nicht ausschliesslich auf den aktuellen Anlass beschränkt sind.
Herr Winterkorn zieht die Konsequenz aus dem Skandal, übernimmt die volle Verantwortung, ohne dass er etwas von den Manipulationen gewusst hat – und tritt zurück.
Ich frage mich, ob ich volle Verantwortung für Vorgänge übernehmen kann, von denen ich keine Kenntnis hatte. Und ob dann ein Rücktritt wirklich „Verantwortung übernehmen“ heisst… Den Rest des Beitrags lesen »

Papierhandtuchspenderwissenschaft

In Allgemein on 4. September 2015 at 10:38

PapierspenderAuf Grund der Hygienevorschriften gibt es in den „Toiletten mit Publikumsverkehr“, oder landläufig auch „öffentliche Toiletten“ genannt, meist Papierhandtücher, oder „Einmalhandtücher“. Damit die Dinger nicht nass werden, oder einfach so in der Gegend rumliegen, werden sie in verschiedenen Behältnissen, auch „Spender“ genannt, vorgehalten.
Wobei die Worte „Spender“ und „vorhalten“ schon zum Kernproblem der ganzen Papierhandtuchsache führt.

Ich gehe mal davon aus, dass ein „Spender“ etwas mehr oder weniger gerne, aber auf jeden Fall freiwillig her gibt, weil er die Notwendigkeit sieht, durch seine Spende eine gewisse Not zu lindern.
Auf den Papierhandtuchspender bezogen, sollte man meinen, dass meine Not, nämlich nasse Hände zu haben, dazu führen sollte, dass dieser Spender mir gerne eines oder zwei seiner Tüchlein spendet, um mir die Möglichkeit zu bieten, meine Hände abzutrocknen.
Weit gefehlt. Diese Spender haben so einige Tricks auf Lager, uns den Empfang der Spende ziemlich zu erschweren. Ich weiss nicht, ob ich alle Möglichkeiten hier abdecken kann, aber fangen wir mal an. Den Rest des Beitrags lesen »