juckplotz

Archive for Juli 2015|Monthly archive page

Freundschaft

In Allgemein on 30. Juli 2015 at 21:22

Musste ja kommen. Der Beitrag zum Thema „Freundschaft“. Heute morgen im Radio habe ich gehört,  dass heute der internationale Tag der Freundschaft sei. Na ja, jetzt bald gewesen ist. Ausser in Amerika.  Da isser noch länger.  Nein, ich schreibe jetzt nicht über „unsere amerikanischen Freunde“. Wobei dies bestimmt auch ein ergiebiges, wenn auch sehr kontroverses Thema wäre.
Heute morgen habe ich auch gehört,  dass man so durchschnittlich drei echte Freunde hat, die mit einem so durchs Leben gehen. Frauen haben eher „echte“ Freundschaften als Männer. Hat der nette Herr Psychologe im Radio so gesagt.
Hab mir mal überlegt,  was eigentlich so einen Freund bzw. eine Freundin ausmacht.  Also ein echter Freund oder eine echte Freundin.
Also, ich denke, irgendwie muss etwas Gemeinsames vorhanden sein. Etwas, was man vielleicht gar nicht beschreiben kann. Es reicht bestimmt nicht, nur die gleichen Hobbies zu haben, oder die gleichen Urlaubsorte toll zu finden. Es gibt echte Freunde, die eine unterschiedliche Weltanschauung haben oder auch beim Thema Religion diametral auseinander liegen. Also definieren sich gute Freunde nicht explizit durch eine gleiche Meinung.
Gute Freunde sind die, die sogar nach einiger Zeit der Trennung gleich wieder wissen, was man reden soll, fragen kann, ja sogar spüren,  wie es einem geht.
Manche sagen, Freundschaft braucht Pflege. Ich denke,  Freundschaft braucht Vertrauen und Liebe.  Liebe im Sinne vom kleinen Prinzen, der sagt, Liebe ist einander vertraut zu machen… und den beiden Hasen, die sich bis zum Mond und zurück lieben.
Ich wünsche jedem, dass er zumindest einen „echten“ Freund hat.

„Was heißt ‚zähmen‘?“, fragte der kleine Prinz. „Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache“, sagte der Fuchs. „Es bedeutet: sich ‚vertraut machen‘.“ – „Vertraut machen?“ – „Gewiß“, sagte der Fuchs. „Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt . . .“

Antoine de Saint-Exupéry „Der kleine Prinz“

Advertisements

Notausgang

In Allgemein on 24. Juli 2015 at 06:22

image

„Guten Tag, sprechen Sie deutsch? –  Good evening, do you speak English?“ – „Guten Abend,  ich spreche so etwas wie Deutsch,  denke ich.  In Berlin und Hamburg würden sie zwar sagen, es sei kein Deutsch, aber ich kann Deutsch verstehen und mich auch in dieser Sprache ausdrücken. “
Warum schaut die Mama der Kabine jetzt so komisch?  Hab ich zu viel gesagt? (Kurze Zwischenfrage an die Leserschaft: „Maitre de Cabine“ habe ich doch richtig übersetzt,  oder? – Stewardessen oder Flugbegleiterinnen sagt man ja nicht mehr, vielleicht noch Cabin Crew, aber das sind dann alle.)
„Sie sitzen an einem Notausgang“ – „Ja, ich weiß,  da hat man mehr …. (Beinfreiheit ohne Aufpreis,  wollte ich sagen und dann noch: Wissen Sie, ich bin Schwabe.)“ –  „Fühlen Sie sich körperlich in der Lage, in einem Notfall die Türe laut der Anweisung dort (zeigt auf einen Aufkleber mit vielen Bildern) zu öffnen? “ – „Wie schwer ist die Türe“, frage ich. Große Augen und die Antwort „Ich glaube, so zwanzig Kilo“. Ich schaue die Türe an und die Anleitung und sage, dass ich die zwanzig Kilo sicher heben könnte,  aber dass es auf dem Bild so aussehen würde,  als ob die Türe zuerst nach innen gezogen werden sollte und dann nach außen befördert. Ob die Türen sich nicht verkanten könnten?  Denn in einem solchen Fall würde ich leichte Panik bekommen,  vor allem, wenn so viele Leute mir zuschauen würden.  Ich sei mir nicht sicher, ob ich dann den in mich gesetzten Erwartungen gerecht werden würde.
Die Dame schaut mich noch komischer an und sagt im Weggehen: „Das schaffen Sie schon.“
Woher weiß die das? Nach zwei Minuten?
Ich war richtig stolz auf mich, dass ich so vertrauenserweckend bin.

Aber ich weiß immer noch nicht, ob sich die Tür verkanten kann. Ich muss mal die Fluggesellschaft anschreiben, ob man Notausgangstüren entriegeln irgendwo üben kann. Muss ja nicht während des Fluges sein.

Smart -Devices

In Allgemein on 22. Juli 2015 at 23:39

Heute ist alles Smart. Smartphones, smart solutions, Smart teeth…. ne das heißt schon immer Smarties. Und was haben die mit Smart im Sinne von klug zu tun? Und war das damals schon als „Smart Product“ gedacht, als sie auf den Markt kamen?
Also ich habe bei den bunten Dingern nie an „klug“ oder so gedacht. Smarties sahen lustig und bunt aus, eben „Smarties“.
Deshalb dachte ich damals, als der Smart als „Kleinstwagen“ auf den Markt kam, erst mal an die kleinen bunten Schokodinger, und nicht an Smart Concept oder so. Höchstens noch eine Abkürzung für Süßes Mini Auto Recht Teuer.
Nachdem ich heute wieder gefühlte tausend Mal irgendwelche Dinge und Vorgänge mit dem Wort „Smart“ geschmückt durch meinen Gehörgang in meine Synapsen gejagt bekam, ist mir eine wirkliche „Smart Technology“ wieder in die Erinnerung gekommen.  Eine Technologie,  die es seit Jahrzehnten gibt, die Overheadprojektor und Whiteboard überlebt hat. Die es schon zu Zeiten der handvermittelten Telefongespräche gab, die es in verschiedenen Größen und Farben gibt. Und deren Geheimnis ihrer „Intelligenz“ im Zeitalter von  Industrie 4.0 und Artificial Intelligence immer noch nicht gelüftet ist.
Die Rede ist  von der Thermoskanne und ihrem Wissen um die Umgebungstemperatur. Schon vor Jahrzehnten hat sich unser damaliger Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl in einer Satire gefragt, wie seine Thermoskanne weiß, wann Sommer und wann Winter ist.
Seine Gattin hat ihm im Sommer immer kalten Saft in seine Thermoskanne getan, und im Winter heißen Tee. Und die smarte Thermoskanne hat im Sommer das Getränk kalt gehalten und im Winter warm. Total smart. Ohne App und Apple.

10 Followers – finde ich toll

In Allgemein on 22. Juli 2015 at 00:00

Vielen Dank an die, die meinem Blog „Juckplotz“ folgen. Ich habe jetzt 10 „Followers“. Ich finde das toll. Andere mögen drüber lächeln,  denn viele haben 100 oder 1000 oder noch mehr, die ihnen „folgen“. Ich lächle nicht milde über die zehn, die meinem Blog folgen, die meine „Ergüsse“ lesen und vielleicht sogar gut finden oder kommentieren. Zehn Personen, die sich Zeit nehmen, etwas zu lesen.
Zehn Menschen, die vielleicht total verschieden sind. Wenn wir uns treffen würden,  hätten wir vielleicht schon Probleme,  ein gemeinsames Restaurant zu finden. Oder einen Kinofilm,  der uns allen gefällt.  Geschweige denn von dem Aufwand, ein gemeinsames Ziel für einen Wochenendurlaub zu finden.
Aber wir könnten schon mit einer Gruppenkarte die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Oder bekämen eine eigene Stadtführung, wobei da wieder die Frage wäre,  welche Stadt wir uns gemeinsam anschauen würden.
Ich habe noch ne Zehnerkarte fürs Freibad.  Die wäre auf einen Rutsch aufgebraucht. Aber ob wir zusammen ins Freibad wollen?
Aber mit zehn Leuten  wäre es zumindest möglich,  jeden persönlich kennen zu lernen. Keine Angst, ich komm jetzt nicht auf Besuch vorbei. Aber es ließe sich organisieren.
Bei hundert oder gar tausend Followern wäre das zumindest eine logistische Herausforderung.
Deshalb finde ich zehn eine tolle Zahl.
Und wer darüber lächeln möchte,  soll das tun. Ich mag lächelnde Menschen.
Ich seh ja jetzt nicht, wie sie lächeln und stelle mir einfach vor, dass „meine“ Follower lächeln,  weil ihnen mein Blog gefällt,  und die anderen, weil ich mich freue. Und die restlichen lächeln,  weil sie sooooo viel mehr Follower haben als ich.
Damit wären alle glücklich und zufrieden.  Und das ist doch schon mal was, oder?

Hitzeschreiben

In Allgemein on 4. Juli 2015 at 10:22

Summer FunEr schlägt zu, der Sommer. Er rächt sich bei all denen, die beim „offiziellen“ Sommeranfanfang schon vorausgesagt haben, dass es dieses Jahr keinen Sommer geben wird. Ok, ein paar Schweißperlen und aufgeplatzte Autobahnen machen noch nicht wirklich einen Sommer. Und ein paar verbrannte Fußsohlen, die sich ein Mopedfahrer zugezogen hat, weil er die beim Bremsen(!) – die eigentlichen Bremsen am Motorrad funktionierten nicht – verlorenen Flip Flops barfuß vom Straßenasphalt einsammeln wollte, sind wahrscheinlich eher ein Indiz menschlicher Unzulänglichkeit als ein sicheres Zeichen für einen langanhaltenden Sommer; wobei eben diesr Mopedfahrer bestimmt längere Erinnerung an diese heißen Tage hat als manch anderer von uns.
Die Arbeitswoche hat für den Großteil der Bevölkerung ein Ende und Wochenende ist angesagt. Die Temperaturen können durchaus ausgehalten werden. Die Hardcores unter uns werden irgendwo draussen im Standby rumliegen, andere endlich den Keller aufräumen. Jeder genießt auf andere Art. Manche sind froh, dass sie statt auf das kalte Mistwetter endlich mal auf die irre Hitze schimpfen können,  da ein monosubjektives Schimpfen langsam auch langweilig wird. Wir können auch über die Bahn schimpfen, daß die Klimaanlagen schon wieder nicht fu ktionieren. Wir können die Bahn aber auch in Schutz nehmen, weil es ja geheißen hat, es werde dieses Jahr nicht warm. Genau so verhält es sich ja auch mit unseren Straßen.  Sollen sie jetzt gegen Frost oder Hitze resistent sein?
Im Prinzip ist Hitze gleichbedeutend mit Kälte.  Und deshalb ist diese Woche auch ein Regionalzug der Deutschen Bahn ausgefallen.  Auf den elektronischen Hinweistafeln stand: „Fällt aus wegen Eis und Schnee“
Schönes Wochenende wünsche ich.