juckplotz

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Turnbeutel vergessen

In Allgemein on 24. Juni 2015 at 18:32

Für alle Schulsportgeschädigten absolut lesenswert

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Ein Turnbeutel ist ein Beutel, der zum Transport von Turnschuhen, Turnhose und -hemd sowie Trainingsanzug dient. -wikipedia

Turnbeutelverlierer gilt als Schimpfwort für Männer mit weiblicher Körpersprache. -ebd.

Über meine Körpersprache müssen andere urteilen, meine Mitbewohnerin findet sie mitunter „sexy“, aber ich fürchte, sie will mir nur schmeicheln. Denn meiner motorischen Fähigkeiten bin ich mir eigentlich bewusst. Ich erinnere mich aus gutem Grund an meine letzte Schulsportstunde gegen Ende der Oberstufe. Neun Jahre des Leidens, des wirklichen Leidens, hatten ein Ende gefunden. Neun Jahre der Demütigungen nach Stundenplan. Zweimal pro Woche, eine Einzel- sowie eine Doppelstunde, voller Entwürdigungen. Ein komplexes Thema für mich, an dem ich mich eigentlich abgearbeitet habe, das aber heute wieder Wunden aufreißen wird.

Mein Hirn scheint in der Lage zu sein, den Alltag im Großen und Ganzen in Zusammenarbeit mit Händen und Füßen zu bewältigen; die notwendigsten Herausforderungen wie Bordsteinkanten oder Ecken des Bettes führen nur selten…

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Autobahnmaut – Mit Vollgas an die Wand

In Allgemein on 20. Juni 2015 at 22:41

Die Thematik Autobahnmaut wird zunehmend zur „Unendlichen Geschichte“ in Deutschland. Nachdem vor einigen Jahren mit einem Millionenaufwand und einer Zeitverzögerung die Autobahnmaut für LKWs eingeführt wurde, diskutieren die deutschen Politiker, zusammen mit Boulevard- und anderer Presse und den Automobilclubs über die Autobahnmaut und die Entlastung der deutschen Autofahrer.
Vor ein paar Wochen hat dann CSU Verkehrsminister Alexander Dobrindt „seine“ Autobahnmaut bei unserem Bundespräsidenten unterschreiben lassen. Und jetzt? Jetzt fällt ihm ein, dass ja eventuell der Europäische Gerichtshof ein Verfahren einleiten könnte, weil die Deutschen gegenüber den anderen Europäern Vorteile bekommen könnten.

Dieses Argument muss für Herrn Dobrindt ja ganz neu sein, niemand hat die letzten Jahre über das Thema geredet.
Die Deutschen bringen es nicht zustande, eine vernünftige Maut mit einer Vignette oder einem „Pickerl“ für die Autobahnen zu erschaffen, die eben mal im ersten Jahr einen Hunderter kostet, aber auch nur wenig Druck- und Verwaltungskosten verursacht. Beispiele im Umland gibt es ja genug.

Nein, der deutsche Autofahrer muss entlastet werden….

Einfacher Vorschlag: Autobahnmaut für alle, keine Vergünstigungen für Deutsche. Vignette kaufen und fahren. Nächstes Jahr die Kfz Steuer nicht erhöhen und übernächstes auch nicht und keiner redet über Ungleichheit vor dem Europäischen Gesetz

Sehe ich das wieder zu einfach?

Wahrscheinlich

Herr Playmobil ist gestorben

In Allgemein on 19. Juni 2015 at 13:32

Anfang diesen Monats ist Horst Brandstätter im Alter von 81 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.
Es mag sein, dass Horst Brandstätter vielen kein Begriff ist, aber wenn ich den Namen „Playmobil“ nenne, dann können wahrscheinlich alle etwas damit anfangen.
Horst Brandstätter hat nach dem Tod seines Vaters den auf Metallspielzeug spezialisierten Betrieb umgebaut und sehr früh auf den Werkstoff Kunststoff gesetzt. Bereits Ende der Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts machte er den Hoola-Hoop Reifen zum Kassenschlager.

Die Geburtsstunde von „Playmobil“ war jedoch 1974, als Brandstätter seinen damaligen Mustermacher Hans Beck beauftragte, ein Spielsystem zu entwickeln, welches wenig Kunststoff benötigt. Heraus kamen die 7,5 Zentimeter grossen bunten Figuren, die die Firma damals vor dem Konkurs gerettet haben. Brandstätter war selbst überrascht von der anhaltenden Faszination der Playmobilwelt auf die Kinder.

Bis heute wurden 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren verkauft. Das heisst, dass die Weltbevölkerung zu 38% schon in Plastik gegossen wurde. Fast jeden Beruf, unendlich viele Tätigkeiten wurden in Playmobil umgesetzt. Neben der wirklichen Welt mit Polizei, Einbrecher, Gärtner und Verkäufer gibt es Feen und Fantasiefiguren. Und zum diesjährigen Martin Luther Jubiläumsjahr gibt es den Reformator auch in der Playmobilwelt. Den Rest des Beitrags lesen »

Die Geschichte, die ich mir erzähle

In Allgemein on 18. Juni 2015 at 19:31

Einfach mal eine schöne Geschichte

erLesen

Foto: Sandy Seeber, 2009 Foto: Sandy Seeber, 2009

Nach einer rauen Nacht lag ein kleiner Stein an einem Strand. Seine Oberfläche  an der einen Seite vom Meer glatt gewaschen schimmerte in einem fahlen Grau, während seine andere Seite gebrochen und kantig von den erlebten Abenteuern erzählte. Obwohl er sich in der Halde, in der gestrandet war, eher unauffällig einreihte, fühlte er sich einzigartig.

So erzählte er den anderen Steinen wie sehr er sich wünschte, zurück ins Meer zu kommen.

Die anderen lachten über ihn und wendeten sich ab. Doch ein Stein, ebenso grau und angeschlagen, erklärte ihm schließlich: „Ich weiß ganz genau wie du dich fühlst. Ich hänge hier schon ewig herum und würde alles tun, um ins Meer zurück zu kommen. Aber von hier kommst du nicht weg!“ Der kleine Stein überlegte nicht lange und fragte nach dem Warum.

„Hier hast du doch keine Wahl. Deine einzige Chance ist ein starker Sturm. Der könnte die Wellen so weit zu uns tragen…

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17. Juni – war da was?

In Allgemein on 17. Juni 2015 at 20:38

Heute ist der 17. Juni. Irgendwas war doch an diesem Datum…. nur was?
Am 17. Juni 1953 protestierten 40000 Arbeiter in Berlin gegen die Maßnahmen der Sowjetunion.
Fabriken der Deutschen Demokratischen Republik wurden bestreikt.
Was war passiert?
Ein Jahr zuvor verfügte Josef Stalin, der Staatschef der Sowjetunion,  dass bei gleicher Entlohnung die Arbeitsleistung um 10% erhöht werden muss. Dazu wurden höhere Steuerabgaben eingeführt.  Die Reparationsleistungen der DDR betrugen 20% des Bruttosozialproduktes. Die DDR war im Begriff zu kollabieren.
Am 16. Juni protestierten mehr als eine Million Arbeiter in der DDR landesweit. Sie riskierten damit ihre Arbeit und auch ihr Leben.
Am 17. Juni standen dann 40000 Arbeiter in Berlin 28000 Sowjetsoldaten und DDR Polizisten gegenüber. Die blutigen Zwischenfälle leiteten das Ende der Stalinherrschaft ein.
513 Menschen wurden getötet
106 wurden hingerichtet oder zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde auch vollzogen.
Mindestens 18 Soldaten der Sowjetarmee wurden hingerichtet,  weil sie sich geweigert hatten, auf unbewaffnete Zivilisten zu schießen.
Es gab 1838 Verletzte und 5100 Inhaftierte, von denen viele in Arbeitslager verbracht wurden.

Das ist also am 17. Juni 1953 in unserem Land passiert.
Es wäre schön,  wenn wir eine Minute unserer Zeit opfern könnten und den Mut derer würdigen,  die sich der Willkür und der Diktatur widersetzt haben.