juckplotz

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LEGO – 55 Jahre Fantasie

In Allgemein on 28. Januar 2013 at 15:05

Heute vor 55 Jahren, am 28. Januar 1958, liess Ole Kirk Christiansen den Lego Stein patentieren. 55 Jahre später besitzt jeder Mensch auf der Welt im Durchschnitt 80 Lego Steine.

Die ersten Steine, die dem heutigen Lego Stein ähneln, kamen Ende der 1940er Jahre auf den Markt. Das 1958 perfektionierte Noppenstecksystem ist noch heute Grundlage der rund 2.700 verschiedenen LEGO Bauelemente. Die Steine haben eine schier endlose Kombinationsvielfalt. Alleine, wenn man sechs Steine der Grösse 2×4 Noppen nimmt und zusammensetzt, gibt es 915 Millionen Kombinationsmöglichkeiten. Da ist das Ende der Fantasie nicht so schnell erreicht.

Seit dem Jahr 1963 werden die Legosteine aus ABS hergestellt (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat), welches die Steine hart, biss- und kratzfest macht, was aber weder mich noch unseren damaligen Hund daran gehindert hat, heute noch sichtbare Spuren in manchen meiner Lego-Steine zu hinterlassen.
Ausserdem ist ABS für Kinder grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich, wenn man mal von der Tatsache absieht, dass die Steine beim Schlucken ziemlich in der Speiseröhre kratzen…

Um Lego auch für Kleinkinder attraktiv zu machen, wurde dann „LEGO duplo“ entwicklelt, welches ob der Dimensionen der einzelnen Steine ein Verschlucken quasi unmöglich macht. Auch ist der Verlust durch versehentliches Einsaugen via Staubsauger bei Lego Duplo wesentlich geringer als bei den konventionellen Steinen.

Wahr ist, dass nicht verkaufte Lego Steine wieder zu Granulat gemacht werden und somit umweltschonend zu neuen Steinen gepresst werden.
Nicht wahr ist dagegen, dass Lego zum Jubiläum exklusiv in Deutschland die Themenpackungen: „Flughafen Berlin-Brandenburg“, „Stuttgart 21“ und „Elphilharmonie“ herausbringen wird. Allen diesen Packungen soll gemeinsam sein, dass sie beim Bauen nie fertig werden, weil irgendwas nicht so ganz passt und somit immer Ergänzungen gekauft werden müssen, was den Preis am Ende in die Höhe treibt….

Ich wünsche LEGO alles Gute für die nächsten 55 Jahre .

 

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Dünnschichtbelag und Kaltmischgut

In Allgemein on 10. Januar 2013 at 21:13

Haben Sie gewusst, dass bei beschädigtem Dünnschichtbelag momentan nur Kaltmischgut hilft?
Ich bis heute morgen auch nicht. Bis heute morgen habe ich mich über kaputte Strassen aufgeregt, nicht wissend, dass die Straße nicht kaputt ist, sondern eben nur der Dünnschichtbelag. Und der hält eigentlich nur sechs bis acht Jahre. Und dann muss ein anderer Dünnschichtbelag aufgebracht werden. Und wenn kein Geld da ist, oder das Geld noch nicht freigegeben ist, dann werden die Dünnschichtbelaglöcher mit Kaltmischgut aufgefüllt. Kostet auch was, hält nicht lange, muss aber nicht aus dem Haushalt des Landes beantragt werden.
Wir lernen: Kraftfahrzeugsteuern werden bargeldlos abgebucht, danach der Betrag dem Gesamthaushalt zugerechnet. Dort ruht der Betrag dann, während Frost und andere der Dünnschichtdecke nicht zuträgliche Witterungsverhältnisse Löcher in dieselbige fressen. Diese Löcher werden mit Kaltmischgut gestopft , während die Löcher in unserem Geldbeutel nicht gestopft werden können. Im Gegenteil, die Löcher im Geldbeutel werden grösser, da die mit Kaltmischgut gefüllten Dünnschichtbelagslöcher und natürlich auch die nicht gestopften Löcher die fahrbaren Untersätze stärker belasten als eine Dünnschichtdecke.
So was lernt man, wenn man in die Tageszeitung schaut.
Und ab morgen rege ich mich über kaputte Dünnschichtdecken auf…

40Jahre Sesamstrasse in Deutschland

In Allgemein on 8. Januar 2013 at 22:03

„Der die das, wer wie was, wieso weshalb warum, wer nicht fragt bleibt dumm“
Diesen Satz aus dem Sesamstrasse-Lied werde ich bestimmt nie vergessen, genau so wenig, wie Ernie und Bert, das Krümelmonster, Bibo, Graf Zahl und Samson und die ganze Mannschaft.
Heute ist „Sesamstrasse“ seit 40 Jahren in den deutschen Fernsehgeräten zu Hause, nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar in Bayern, die „Sesamstrasse“ zu Beginn nicht ausstrahlte, weil sie zu „amerikanisch“ war und die sozialen Verhältnisse in Deutschland nicht richtig widergespiegelt hat.
Nachdem am Anfang die amerikanischen Sendungen mit deutschen Rahmenhandlungen versehen wurden, kam bald darauf die in Deutschland hergestellte Sesamstrasse, in der dann auch die deutschen Schauspieler mit den Puppen von Jim Henson auftraten.
Anzumerken ist, dass die Weigerung des Bayerischen Fernsehens, die „Sesamstrasse“ zu zeigen, dazu geführt hat, dass als Alternativprogramm „das feuerrote Spielmobil“ produziert werden musste.
Die Sesamstrasse war immer wieder in der Diskussion der damaligen Eltern und Pädagogen, da die Sendung einfach anders war, die Figuren frecher und lauter. So musste zum Beispiel „Oscar“ (the Crouch) 1976 ersetzt werden, da er „unter dem Verdacht stand“, den Kindern falsche Werte zu vermitteln. So sang er zum Beispiel in einem Lied „Ich mag Müll. Alles, was schmutzig ist, stinkig und dreckig. Ja, ich mag Müll!“ – Er lebte ja auch in einer Mülltonne.

All dies kann man heute sich gar nicht mehr vorstellen, wenn man sich die Sesamstrasse nochmals anschaut. Eine neue Staffel läuft seit einiger Zeit wieder im „KiKa“ nach vier Jahren Pause.

Mir bleibt nur zu sagen: „Happy Birthday, Sesamestreet – Herzlichen Glückwunsch, Sesamstrasse“

Alarm: Prenzlberg wird zum Brezelberg

In Allgemein on 3. Januar 2013 at 11:34

„Feschte Ärmle and an digga Bauch“, nein, ich meine nicht Herrn Thierse, sondern „onser schwäbische Brezel“. Und genau die, zusammen mit ihrem Vetter „Weckle“ bringt den sonst gegen Populismus und Rassismus angehenden Herrn Thierse „a bissle en Raasche“ (macht ihn also ein wenig wütend). Ist ja auch verständlich: Geht der arme Mann morgens in eine Bäckerei und will Schrippen, in der ganzen Auslage liegen aber nur „Wecken“ . Obwohl sich die Schwaben in Berlin offensichtlich Mühe gegeben haben, hochdeutsch zu schreiben (in ihrer Urheimat würde das Gebäck nämlich „Weggle“ heissen), muss es morgens für einen offensichtlich nicht ganz ausgeschlafenen Herrn Bundestagspräsidenten wie eine Ohrfeige wirken, wenn da „Wecken“ steht. Dabei wurde er doch schon geweckt, um Schrippen zu holen.
Und dann wollen die kleinbürgerlichen Schwaben, die scheinbar nur nach Berlin gekommen sind, um der schwäbischen Enge zu entfliehen, in Berlin auch noch die „Kehrwoch‘ “ einführen. Schon seit Jahren ist in den Kalendern diese schwäbische Errungenschaft als Abkürzung geführt, Nichtschwaben haben es bis heute nur nicht bemerkt; „KW“ heisst nicht etwa „Kalenderwoche“, sondern „Kehrwoche“.  Zu beweisen ist dies ganz einfach bei internationalen Kalendern: Da steht gross und deutlich „CW“, und das heisst „Cleaning Week“.
Ja, lieber Herr Thierse, eine Weltstadt wird erst Weltstadt, wenn es dort Weggle, Brezla and Moscht gibt. Und ich bin sicher, dass die Piefkes ganz froh sind, wenn „a baar Schwobaseggl“ in Berlin sind.
Betrachten Sie die Schwaben in Berlin einfach als Abgesandte des Bundeslandes, welches Berlin durch den Länderfinanzausgleich ein wenig untere Arme greift.
Und: „Mir hennd au Humor, abr ’s koh sei, dass den oifach a Nichtschwob genau so wenig vrstoht, wir mir den Ihrigen, Herr Thierse“
Ach so, noch was:
Pflaumendatschi ist nicht schwäbisch. Mir hennd Zwetschgakuacha….

Das neue Jahr

In Allgemein on 1. Januar 2013 at 17:27

Nun ist es knapp einen Tag alt, das Jahr 2013. Ein Jahr, welches einen Tag kürzer ist als 2012, da kein Schaltjahr. Schaltjahre sind Sch… Jahre, hat mein italienischer Kollege letztens gesagt, und als ich ihn daraufhin ein wenig fragend angeschaut habe, hat er mir geantwortet, ich soll doch mal zurück rechnen.
2008, 2004, 2000…. Zu jedem Jahr fiel ihm was ein. Mir eigentlich nur zu 1960. Da wurde ich geboren….
Ist ja auch egal, 2013 wird eine Aneinanderreihung von Tagen, Begebenheiten der freudigen und traurigen Art, Dinge werden geschehen, über die man sich wundert, ärgert, freut. Und so werden wir die Tage nehmen, wie sie kommen.
Es mag sinnvoll sein, einmal im Jahr in sich zu gehen und sich zu überlegen, ob es Dinge gibt, die verbessert oder verändert gehören, besonders natürlich in seinem eigenen Leben.
Ob dieses Innehalten gerade zum Jahreswechsel stattfinden muss, oder ob es dafür bessere Gelegenheiten gibt, das darf jeder selbst entscheiden.
Ich für meinen Teil nutze schon die Zeit zwischen den Jahren, um vielleicht ein wenig mehr über mich und mein Leben nachzudenken, was nicht unbedingt dann in den berühmten „guten Vorsätzen“ endet, aber einfach mal gut tut.
So wünsche ich allen „Blog Followern“  ein bewusst erlebtes 2013.