juckplotz

Weihnachten fast geschenkt

In Allgemein on 18. Dezember 2012 at 05:51

Heute morgen bin ich über eine Schlagzeile in einem Prospekt eines Discounters gestolpert, die mich ziemlich beschäftigt hat.
„Weihnachten fast geschenkt“ stand da zu lesen.
Natürlich besteht Weihnachten heute zu einem großen Teil aus Konsum und Geschenken, und ganz wenig aus dem „Weihnachten“, wie es in unseren Breiten in der Vergangenheit gefeiert wird.
Vielleicht hat mich deshalb auch der Werbeslogan ziemlich berührt. Weihnachten ist für mich nicht nur ein „Fast“ Geschenk, sondern eines, wenn nicht das größte Geschenk, das wir Menschen bekommen haben.
Ich möchte jetzt hier nicht auf „christlich“ machen, aber da zumindest im sogenannten „christlichen Abendland“ Weihnachten eines der wichtigsten kirchlichen Feste ist, habe ich mir gedacht, mal kurz daran zu erinnern, was wir denn so feiern, wenn wir Weihnachten feiern.
Wir feiern nicht Konsum und Reichtum, auch nicht irgendeine „Jahresendparty“, die ein mehr oder weniger erfolgreiches Geschäfts- oder Vereinsjahr abschließt, sondern wir feiern die Geburt von Jesus Christus, der dem abendländischen Verständnis nach der Sohn Gottes ist, der auf die Welt gekommen ist, um uns mit Gott dem Vater zu versöhnen.
Nun kann man über dieses Thema natürlich kräftig diskutieren, was ich hier in dem Falle aber gar nicht möchte. Mein Anliegen ist es, dass Weihnachten bei uns wieder mit der Ehrfurcht begegnet wird, die religiöse Feste verdient haben.
Und die Christen feiern an Weihnachten eben nicht „Weihnachten, fast geschenkt“, sondern „das Geschenk Gottes an Weihnachten“
Wollte ich hier nur mal angemerkt haben.
In diesem Sinne: Frohe und gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

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  1. Tja, zu viel des Guten. Als Luther die Geschenktradition von St. Nikolaus auf Weihnachten legte, um so mehr Aufmerksamkeit zu erreichen, hat er sein Ziel heute wohl bissle übertroffen.

  2. Das ist doch jedes Jahr immer das Gleiche und jedes Jahr frage ich mich, weshalb Christen daran erinnert werden sollten, was die Bedeutung von Weihnachten für sie sei und weshalb man anderen, für die Weihnachten eine andere Bedeutung hat, darauf aufmerksam machen sollte, was Weihnachten für Christen ist.

    Weihnachten besteht zu grossen Teilen aus Sitten und Gebräuchen, die aus anderen als christlichen Traditionen stammen, so auch das Schenken. Warum sollte dann jemand sein Weihnachten nicht als Begehen dieser Traditionen verstehen?

  3. Ich kenne viele, die das Weihnachtsfest ganz ohne religiösen Hintergrund feiern. Als ein Fest der Familie – der Liebe – das wohl erste Multikultifest schlechthin. Das sind Buddhisten und Muslime… die es feiern… und viele, die keiner Religion angehören. Die aus der Kirche ausgetreten sind. Agnostiker und Atheisten sind auch darunter… sie feiern das Fest aus Tradition und als einen wichtigen Tag für die Familie.

    Was die Händler aus dem Fest machen, das steht auf einem anderen Blatt und das muss jeder für sich mit seinem Gewissen vereinbaren in wie weit er sich dadruch beeinflussen lässt. Viele lassen sich beeinflussen, viele aber auch nicht. Mir ist die ganze Werbung vor Weihnachten schnurz… komplett. Kaufe deshalb nichts anderes und vor allem keine Schnäppchen… den es geht um QUalität und nicht QUantität…

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