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KZ Auschwitz – 67 Jahre nach der Befreiung

In Allgemein on 28. Januar 2012 at 21:34

Einundneunzig Jahre ist er nunmehr alt – Marcel Reich-Ranicki – der am gestrigen 67. Jahrestag der Befreiung der Insassen des KZ Auschwitz eine ergreifende Rede hielt. Eine Rede, die aus Erinnerungen bestand. Erinnerungen aus erster Hand, Erinnerungen an Erfahrungen, die bei den Überlebenden des Holocaust noch so frisch sind, wie am ersten Tag. Erinnerungen, die in unserer Gesellschaft zu verblassen drohen, die in die Schublade der „Geschichte“ abzusinken drohen.

Gerade jetzt, unter den Eindrücken von Organisationen wie der NSU, immer wieder auflodernden Parolen von NeoNazis, ist es wichtig, allen Generationen immer wieder zu sagen, was in den Jahren 1933 bis 1945 in Europa passiert ist.

Es hat nichts damit zu tun, dass wir uns als Deutsche immer schuldig fühlen müssen. Meiner Meinung nach sind wir aber in einer besonderen Form dafür verantwortlich, dass Rassenhass nie wieder in Deutschland Fuss fassen kann.

Dazu gehört eine offene Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, mit den Vorgängen damals, mit den Menschen und Organisationen, die im Dritten Reich agiert haben. Und eine Loslösung der Ereignisse von der Geschichte, damit wir nicht glauben, das habe nur damals passieren können.

Die Betroffenheit der im Bundestag anwesenden Menschen während und auch nach der Rede von Marcel Reich-Ranicki zeigt, dass es notwendig ist, die Themen immer
wieder – losgelöst von politischer Stimmungsmache – anzusprechen und uns in Erinnerung zu rufen.

Weitere Fakten zum KZ Auschwitz-Birkenau

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Welt – Braille – Tag

In Allgemein on 4. Januar 2012 at 11:56

Braille AlphabetIm Jahre 1825 entwickelte der gerade mal 15-jährige Louis Braille die Schrift, die stark sehbehinderten und erblindeten Menschen das Lesen mit den Fingerspitzen ermöglicht.

Obwohl die Errungenschaft jetzt über 180 Jahre alt ist, gibt vor allem in den armen Ländern zu wenig „Braille“-Schulplätze für Kinder, die das Augenlicht verloren haben. Lesen ist Information und Bildung, es ist also immens wichtig, allen Menschen die Möglichkeit zu geben, Informationen in irgendeiner Weise zu lesen.

Seit 2001 wird der Welt-Braille-Tag jedes Jahr am Geburtstag des Erfinders der Punktschrift am 4. Januar begangen. Louis Braille, selbst im Kindesalter erblindet, war erst 15 Jahre alt, als er Schrift entwickelte, die bis zum heutigen Tag ohne große Veränderungen gilt.

Während im Computer-Zeitalter viele Blinde in Europa den PC nutzen, stehen in Entwicklungsländern nicht einmal genügend Blinden-Schreibmaschinen zur Verfügung. Deshalb werden dort die Punktekombinationen, aus denen sich die Buchstaben zusammensetzen, mit einem Griffel in das Papier gedrückt.  Bei dieser Vorgehensweise muss die Schrift spiegelverkehrt in das Papier gedrückt werden, damiz später die eingedrückten Punkte als erhabene Punkte ertastet werden können.

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Brailleschrift