juckplotz

Weltkindertag – Kinder haben was zu sagen

In Allgemein on 20. September 2011 at 14:31

Heute ist der von der UNICEF ausgerufene „Weltkindertag“. Er steht unter dem Motto „Kinder haben was zu sagen“ und soll das Bewusstsein darauf lenken, dass wir Erwachsenen den Kindern zuhören und auch eine gewisse Mitbestimmung im Leben zutrauen.

Ich denke, es ist gut, Kindern bei ihren Gedanken, Freuden, Sorgen und Nöten zuzuhören, sie dort miteinzubeziehen, wo es Sinn macht und ihnen auch in diesen Dingen schon in einem gewissen Maße Verantwortung zu geben. Es geht nicht nur darum, Menschen „das Sagen“ zu lassen, sondern sie auch einzubinden in das, was sie entschieden haben. Dass dies oftmals zu wenig getan wurde, sieht man m.E. an vielen Teilen unserer Gesellschaft, bei der nur noch gefordert wird, aber niemand mehr handeln möchte oder gar Konsequenzen aus den Forderungen zieht.

Kinder auf der ganzen Welt würden wahrscheinlich zu unterschiedlichsten Dingen gerne etwas sagen. Zum Hunger in der Welt zum Beispiel. Es hat mich heute morgen sehr nachdenklich gemacht, als ich gehört habe, dass alle fünf Sekunden ein Kind an den Folgen des Hungers stirbt, obwohl es genügend Lebensmittel für zwölf Milliarden Menschen gibt.  Man könnte also ungefähr das Doppelte der Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln versorgen, wenn man es richtig machen würde.

Und wir fahren unsere Autos mit „Biozusatz“, gewonnen auf Feldern, auf denen Lebensmittel wachsen könnten.

Was würden diese Kinder dazu sagen, wenn sie es wüssten?

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  1. Was sagen die Kinder dazu, dass wir mit Trinkwasser unsere Fäkalien wegspülen, dass wir mit Trinkwasser unsere Autos waschen, die Blumen gießen? Und sie selbst haben keinen Zugang zu frischem Trinkwasser.

    Was würden die Kinder sagen, wenn ihre Umwelt weiterhin durch Abgase (CO2) zerstört wird, weil die Wohlstandsgesellschaft aus Angst ums Heilig‘ Blechle drauf verzichtet Alternativen zu tanken? Die Klimaerwärmung aus Egoismus ankurbeln? Die weitere Entwicklung von nachhaltigen Energien behindert, und es nicht ermöglichen die 3. Generation der Bioethanole zu entwickeln?

    Was würden die Kinder wohl dazu sagen? Wissen sie es?

    Es ist gut, dass es einen Tag wie diesen gibt, um den Kindern zuzuhören, sie einzubinden, aber viel wichtiger ist es, sie durch so einen Tag ins Gedächtnis zu rufen. Denn sie scheinen 364 Tage im Jahr in Vergessenheit zu geraten… wie wäre es, 1 Tag zu begehen, mit dem Titel „Welt Erwachsenen Tag“ und die übrigen Tage des Jahres mehr im Sinne der Kinder zu verbingen?

  2. Deinen Argumenten stimme ich voll zu. Es sind nicht nur die Kinder, die unter heutigen Miseren leiden, aber sie werden diejenigen sein, die unter den Fehlern, die heute gemacht werden, morgen zu leiden haben. Viele DInge wissen die Kinder heute nicht, aber wir Erwachsenen. Vielleicht sollten wir an einem Weltkindertag auch mal ganz in uns hinein hören, darauf achten, was unser „inneres Kind“ über die DInge sagt, die uns in den industrialisierten Ländern so wichtig geworden sind. Wenn es Konzerne gibt, die mit Nachdruck an Möglichkeiten arbeiten, sich die Trinkwasservorkommen dieser Erde zu sichern um danach als Monopolisten Geld zu machen, dann ist es höchste Zeit, diese Form von menschenverachtendem Geschäftsgebaren sozial weltweit zu ächten.

  3. „Wenn es Konzerne gibt, die mit Nachdruck an Möglichkeiten arbeiten, sich die Trinkwasservorkommen dieser Erde zu sichern um danach als Monopolisten Geld zu machen, dann ist es höchste Zeit, diese Form von menschenverachtendem Geschäftsgebaren sozial weltweit zu ächten“

    Vollkommen richtig: Aber sozial ächten? Verbieten. Denn warum machen es die Konzerne? Weil sie Anlegern verpflcihtet sind, die Profit machen wollen. Und diese Profitler sind leider Mesnchen … einzelne Menschen. Die glauben wollen, das man Geld in einem Jahr um 17% steigern kann… die glauben, dass man Geld „anlegen“ kann und es sich vermehrt ohne Arbeit…

    Es gibt Dinge, die von der Politik verboten werden… von der Gesellschaft: Menschenhandel, Mord und eben auch Geschäfte mit Trinkwasser und Lebensmittel. Es gehört in meinen Augen verboten, Fonds aufzulegen, die mit Nahrungsmittelpreisen handeln und spekulieren.

    Es gibt und wird genügend Kriege geben, um an frisches Wasser zu kommen. Gab es schon immer und wird es geben. Da braucht es nicht noch einen Wirtschaftszweig, der sich spekulierend darum kümmert.

    Aber wer denkt da schon daran, wenn sein Fonds bei der Bank fette Prozente einfährt. Da denkt keiner daran, wo das Geld angelegt wurde.

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