juckplotz

Was man mit 8000 Euro machen kann

In Allgemein on 10. September 2011 at 09:52

8000 Euro – ein schönes Stück Geld. Einfach so mal 8000 Euro zu haben, ohne „Vorwarnung“ sozusagen, da fielen mir einige Wünsche ein, die ich mir erfüllen würde. Keine grossen, aber so Dinge, die man sich vom hart erarbeiteten Geld nicht einfach kauft.

Jetzt stellen wir uns einfach mal vor, wir wollen uns am Geldautomaten unseren „Taschengeld-Fünfziger“ für die Woche holen. Und da liegt auf dem Automaten ein Umschlag. Hat wohl jemand vergessen… Keine Anschrift, kein Absender, aber …..

8000 Euro Bares drin !!!!

Was passiert jetzt mit uns? Bekommen wir das Lottogewinn-Gefühl? Sagen wir uns:“Wer so schusselig ist, so viel Geld einfach liegen zu lassen, hat es auch nicht verdient“? und marschieren dann, vielleicht am Anfang mit etwas schlechtem Gewissen (aber das vergeht ja), mit dem Umschlag von dannen?

Oder sagen wir uns: „Jeder verdient sein Geld hart genug – ich muss versuchen, dass das Geld dahin kommt, wohin es gehört: Zum rechtmässigen Besitzer, der rechtmässigen Besitzerin“ ?

Zum Glück hat sich ein Mann vom letztgenannten Gedanken leiten lassen, das Geld der Polizei übergeben, die es der Eigentümerin zurück geben konnte.

Danke für so viel Ehrlichkeit, die leider nicht den Einzug auf die erste Seite der Lokalzeitung oder gar in die Radionachrichten finden wird.

(Aber dafür in meinen „JuckPlotz“ Blog… Und von da kann es dann überall verlinkt und gelesen werden 😉 )

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  1. Du sollst deine Umschläge nicht einfach so rumliegen lassen ;))

    • Das fünfzehnte Gebot?
      Könnte so weiter gehen:
      „Auf dass dein Nächster nicht in Versuchung geführet wird, dem Gesetze untreu zu werden und seine Moral über Bord zu werfen…“

  2. In der Tat sollte eine solche Gegebenheit in den Medien publiziert werden. Nicht jedoch primär, weil sich der Finder so verhalten hat, sondern um die Bürger zu informieren, dass man sich so verhalten muss. Es gibt klare Gesetze zum Verhalten in solchen Situationen, welche die Überlegung, ob man das Geld einfach behalten oder den Fund melden soll, obsolet machen.

    • Die Überlegung wird durch Gesetze nicht obsolet, sondern ist latent in uns vorhanden.
      Und meiner Meinung sollte ein vorbildliches Verhalten genau so viel Platz in den Medien eingeräumt werden, wie den Nachrichten, die ein nicht gesetzeskonformes Verhalten beschreiben.
      Das ganze Gesetz hilft wenig, wenn die Eigentümerin weiss, dass eigentlich ein Finder das Geld zurückgeben muss, wenn es eben nicht geschieht…

  3. Ha, besonders dann, wenn man den Umschlag an einem videoüberwachten Geldautomaten findet 😉

  4. Würde bedeuten, dass es schon eine Nachricht wert ist, wenn sich jemand an Regeln und Gesetze hält. Das sagt viel über eine Gesellschaft aus. Sehr viel… leider…

  5. Das interessante ist… das videoband des Automaten weiß, wer das Geld hat… haha…

  6. Na ja, ich finde es trotzdem eine Meldung wert. Klar sagt es was über die Gesellschaft, aber eben auch in positivem Sinn und nicht immer nur im negativen.
    Übrigens: Das Videoband zeichnet zwar auf, wie der Mensch aussieht, aber noch nicht, wer er ist. Vielleicht in Zukunft, wenn die Vorratsdatenspeicherung aktuell ist. Dann kann man schnell feststellen, ob er zu den Bankkunden gehört und über den Zeitabgleich dann über die Kundendaten zu ihm finden.
    Wie sieht es übrigens aus: Wie lange werden denn heute die „Bänder“ gespeichert? Es hat ja – zumindest für die Bank – erst mal keine Straftat stattgefunden. Für die „Verliererin“ auch nicht… Vielleicht wusste sie nicht mal, dass der Umschlag auf dem Automaten vergessen wurde, sondern vermutete, dass er unterwegs verloren ging.

    • Zumindest ist es eine Straftat, das gefundene Geld nicht zurückzugeben oder, wenn der Verlierer nicht bekannt ist, den Fund bei der Behörde anzuzeigen. Ausser der Nichtanzeige kommt dann noch Unterschlagung ins Spiel.

  7. Tja, hm… wenn man doch nur schon die Vorratsdatenspeicherung hätte, dann wäre es ein ganz klarer Fall. Dann hätte man auch jemanden, auf den man die ganze Härte des Gesetzes anwenden kann… (ironieaus)

    Wenn derjenige, der es verloren hat, weiß, dass er es verloren hat, und nicht davon ausgeht, dass man es ihm geklaut hat, was ja eigentlich der Fall wäre, wenn der Finder den Fund nicht anmeldet und somit eine Straftat begeht und das Geld dann doch geklaut hat… hm… wird kompliziert.

    Daher bin ich froh, dass jemand unwissend der Gesetze und Paragraphen das Richtige getan hat und „menschlich“ reagiert hat. Das bedeutet auch für die Gesellschaft, dass es doch noch einige wenige wohl gibt, die erhlich sind… Ende gut, alles gut!

  8. … und dem Finder steht noch ein Finderlohn zu. Also für alle gut ausgegangen…

  9. Pah, warum Finderlohn. Ist der Fund des Finderslohn genug… 🙂

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