juckplotz

LP-CD-MP3-Cloud…

In Allgemein on 7. Mai 2011 at 11:31

15. April 1981: Vertreter von Sony und Philips präsentieren in Salzburg mit Dirigent Herbert von Karajan die CD. „Visitors“ von ABBA (habe ich auch…) und die „Alpensinfonie“ von Richard Strauss waren unter den ersten CDs, die produziert wurden. Von da an tritt die digitale Scheibe den Siegeszug als Musikdatenträger an.

Vierzehn Jahre später stellen Karlheinz Brandenburg und Harald Popp (beide vom Fraunhofer Institut) das Datenformat MP3 vor.

Vor acht Jahren startet iTunes Store, der „Internetladen“ für Musikstücke. Für 99 Cent pro Song kann man MP3 Lieder „runterladen“.

In den USA hat die CD noch einen Marktanteil von 50%, in Deutschland 75%.

Dieses Jahr hat Amazon „Cloud Drive“ gestartet. Die gekauften MP3 Songs werden in einen „Cloud-Speicher“ geladen und dann per Webplayer überall für den Musikfreund zur Verfügung gestellt. Das Kopieren von der Festplatte auf den MP3 Player und das Mobilphone entfällt; mein Lied ist immer da (wenn das „Netz“ auch da ist)

Und ich? Ich bin stolz auf meine „Platten“ (LPs genannt), Höre gerne CDs, habe meine Lieblingslieder auf dem MP3 Player für unterwegs und habe meinen Freunden und Bekannten passende Lieder als „Klingelton“ auf meinem – recht betagten- Mobiltelefon gewidmet.

Die „Cloud“ ist für mich nicht fassbar – zumindest noch nicht.  Im Gegenteil: Nächste Woche kommt mein auf Ebay ersteigertes Kassettendeck. Ich freue mich schon, meine alten Musikkasetten  -ja die Dinger, die Lena (Meyer-Landrut) auf ihrem Cover zur CD „My Cassette Player“ rumliegen hat – zu hören und dann in MP3 umzuwandeln…

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  1. Interessant wird die Suche nach der Antwort zur Archivierung des Kulturgutes Musik für nachkommende Generationen, wenn die Musikstücke und andere Tondokumente nur noch in der ‚Cloud‘ verfügbar gemacht werden. Wie werden sie für kommende Generationen konserviert?

  2. Na ja, „die Cloud“ ist ja dann eher für die Konsumenten. Die Produzenten und Vermarkter werden wahrscheinlich – genau wie die „Medienanbieter“ (früher hat das mal „Radio- und Fernsehsender“ geheissen) – die Daten schon archivieren. „Die Cloud“ greift ja auch auf Server zu… Es schwebt ja nicht alles im Weltall. Die Frage ist für mich: Wie kann ich selbst etwas für mich Wichtiges festhalten? Heute lade ich es mir auf meinen Rechner, und oft genug ist die Webseite, auf der ich es gefunden habe, nach einigen Jahren nicht mehr aktiv. Und ich bin froh, dass ich es auf meinem Rechner noch habe.

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