juckplotz

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Skandal: Automobilhersteller sparen an Blinkleuchten

In Allgemein on 30. Mai 2011 at 21:29

Ich wusste es ja schon immer: Irgendwo müssen die Automobilkonzerne sparen. Die Medien sind einerseits voll Lobes über neue elektronische Einrichtungen in den „Fahrzeugen von Morgen“, andererseits fällt mir im täglichen Strassenverkehr auf, dass vor allem in neuen und großen Fahrzeuge elementare Sicherheitseinrichtungen allem Anschein nach nicht mehr vorhanden sind. So fahren viele Autos mit dem neuartigen Tagfahrlicht bis tief in die Dämmerung, die Scheinwerfer vorne sind nur noch mit der Lichthupenfunktion ausgerüstet, die rückwärtigen Leuchten sind zwar mit neumodischen LEDs ausgerüstet, aber eben nur noch an die Bremse angeschlossen.
Dort, wo früher Nebellampen waren, leuchtet jetzt jeweils ein Licht rechts, wenn das Lenkrad nach rechts eingeschlagen wird, links, wenn man das Steuerrad nach links bewegt. Dafür wurden offensichtlich die Blinker (oder Fahrtrichtungsanzeiger) eingespart. Die armen Fahrer müssen jetzt ohne zu blinken ausscheren und abbiegen. Da der „Blinkhebel“ im Auto jedoch weiterhin vorhanden ist – genau so wie der Lichtschalter für das „normale“ Licht, wird dem Käufer und Fahrzeuglenker vorgegaukelt, daß alles in Ordnung sei.
Sogar an manchen Einsatzfahrzeugen der Polizei wird offensichtlich am Einbau funktionierender Fahrtrichtungsanzeiger gespart…

Wenn jetzt die neueste Errungenschaft der Notstopp ist, der einsetzt, wenn das vorausfahrende Auto abrupt abbremst, dann sehe ich schon, dass bald die Bremsleuchten auch noch eingespart werden.

Oder sollte ich mich irren, und es sind doch die Fahrzeuglenker, die einfach zu bequem sind, das Licht einzuschalten und den Blinker zu betätigen?

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LP-CD-MP3-Cloud…

In Allgemein on 7. Mai 2011 at 11:31

15. April 1981: Vertreter von Sony und Philips präsentieren in Salzburg mit Dirigent Herbert von Karajan die CD. „Visitors“ von ABBA (habe ich auch…) und die „Alpensinfonie“ von Richard Strauss waren unter den ersten CDs, die produziert wurden. Von da an tritt die digitale Scheibe den Siegeszug als Musikdatenträger an.

Vierzehn Jahre später stellen Karlheinz Brandenburg und Harald Popp (beide vom Fraunhofer Institut) das Datenformat MP3 vor.

Vor acht Jahren startet iTunes Store, der „Internetladen“ für Musikstücke. Für 99 Cent pro Song kann man MP3 Lieder „runterladen“.

In den USA hat die CD noch einen Marktanteil von 50%, in Deutschland 75%.

Dieses Jahr hat Amazon „Cloud Drive“ gestartet. Die gekauften MP3 Songs werden in einen „Cloud-Speicher“ geladen und dann per Webplayer überall für den Musikfreund zur Verfügung gestellt. Das Kopieren von der Festplatte auf den MP3 Player und das Mobilphone entfällt; mein Lied ist immer da (wenn das „Netz“ auch da ist)

Und ich? Ich bin stolz auf meine „Platten“ (LPs genannt), Höre gerne CDs, habe meine Lieblingslieder auf dem MP3 Player für unterwegs und habe meinen Freunden und Bekannten passende Lieder als „Klingelton“ auf meinem – recht betagten- Mobiltelefon gewidmet.

Die „Cloud“ ist für mich nicht fassbar – zumindest noch nicht.  Im Gegenteil: Nächste Woche kommt mein auf Ebay ersteigertes Kassettendeck. Ich freue mich schon, meine alten Musikkasetten  -ja die Dinger, die Lena (Meyer-Landrut) auf ihrem Cover zur CD „My Cassette Player“ rumliegen hat – zu hören und dann in MP3 umzuwandeln…

80 Jahre Empire State Building

In Allgemein on 2. Mai 2011 at 21:27
Empire State Building

Empire State Building (Foto:J.Wagner)

1. Mai 1931 – Weltwirtschaftkrise: US-Präsident Herbert Hoover drückt einen Knopf und tausende Lichter gingen an. Mit diesem Akt war das Empire State Building offiziell eröffnet. Nach einer Bauzeit von nur einem Jahr und 45 Tagen war das riesige Gebäude an Manhattans Fifth Avenue fertig gestellt worden. Die 3400 Arbeiter hatten keine Fangnetze, keine Sicherheitsleinen und keine Helme. Sie waren Helden der Arbeiterklasse, wie die berühmten Fotos von Lewis Hine eindrücklich zeigen: Wundervolle Schwarz-Weiß Fotografien, die die Männer in Overalls auf dem Stahlträger sitzend zeigen. Neun dieser Helden mussten ihr Leben beim Bau lassen.

Lange Zeit war das rund 440 Meter hohe Empire State Building  der höchste Wolkenkratzer der Erde. Abgelöst 1972 vom World Trade Center, welches beim Terroranschlag am 11.September 2001  einstürzte. Um das Chrysler Building zu übertrumpfen, setzte der Architekt William Lamb noch einen kleinen Turm auf die Spitze des Empire State Buildings, was dem Gebäude nochmals einen „Art Deco Nachdruck“ verleiht.

Der Berühmtheit des Gebäudes setzte der Film „King Kong“ noch eins drauf. Das Bild des Riesenaffen, der seine „weisse Frau“ (Fay Wray) in der Hand hält, während er die Aussenfassade des Wolkenkratzers erklimmt, ist wohl eines der berühmtesten „Plots“ der Filmgeschichte. Als Fay Wray im Jahre 2004 stirbt, verlöschen im Empire State Building für eine Viertelstunde die Lichter.

Aber die Ikone kommt in die Jahre. Mit einem Sanierungsplan über 550 Millionen Dollar soll aus dem betagten Gebäude ein modernes Bürohochhaus werden, welches auch die aktuellen Energiesparvorschriften erfüllt. Denn wieder, ähnlich wie 1931, hat das Empire State Building den Namen „Empty State Building“, weil zehn Etagen leer stehen.
Die Touristen, die stundenlang Schlange stehen, um nach Abgabe von 20 US$ mit den Express-Aufzügen zur Aussichtsplattform in der 86. Etage zu kommen, stört es nicht. Der Blick über New York ist nach wie vor atemberaubend.